1. Einleitung

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Inhalt
Vorwort
1. Einleitung
2. Rahmen
2.1. Geschichte
2.2. Fürsorge
2.3. Wohlfahrt
3. Historie
4. Armenwesen
4.1.
4.2.Armenordnung
4.3.Armenhaus
4.4.Zwangsarbeit
5. Wohlfahrt
5.1.Hospital
5.2. Kinder
5.3.Frauen
5.4.Unterstützung
6. Zusfassg.
Literatur
Anlagen

1. Einleitung

Die vorliegende Diplomarbeit befaßt sich mit der historischen Aufarbeitung des Armenwesens sowie öffentlicher und privater Wohltätigkeit im 19. Jahrhundert meiner Heimatstadt Rochlitz.
Ich versuche dabei zunächst den geschichtlichen Rahmen zu erörtern, mit dessen Zeitraum sich die Arbeit befaßt.


Dabei mußte ich feststellen, daß sich der vorgewählte Zeitraum eines vollständigen Jahrhunderts so nicht verwirklichen ließ. Die europäischen Ereignisse hatten ihre nachhaltigen Auswirkungen auf die deutsche und eng damit verbunden der sächsischen Geschichte. Deshalb beginne ich auch mit den Ereignissen zur Französischen Revolution und beende meine Betrachtungen etwa 100 Jahre später. Die Reihenfolge - internationale - deutsche - regionale Geschichte soll dem Leser einen Eindruck vermitteln, in welcher turbulenten, von Kriegen, Revolutionen und tiefgreifenden wirtschaftlichen Veränderungen geprägten Zeit, die Ereignisse in dem doch recht kleinen Ort Rochlitz spielen.


Danach wird die soziale Arbeit in Deutschland ebenfalls für diesen Zeitraum geschildert, um Vergleiche mit der konkreten Situation der Stadt Rochlitz herstellen zu können, von der sich eine kurze Beschreibung seiner Geschichte anschließt.


Mit diesem, alles in allem recht umfassenden Teil, möchte ich einerseits die wissenschaftliche Bearbeitung des Themas aufzeigen und gleichzeitig zu den Parallelen in der Stadt Rochlitz hinführen.


Noch in den letzten Wochen mußte ich die Themen zu den Kapiteln 4 und 5 verändern, da es der Rahmen dieser Arbeit und die dafür zur Verfügung stehende Zeit nicht zulassen, alles von mir gefundene Material wie z.B. zum Stadtarzt oder den ersten Krankenkassen zu verwenden. Auch innerhalb der einzelnen Themen kann ich einiges nur andeuten, weil eine tiefgründigere Auswertung zeitlich nicht möglich war.


Ausgehend von den deutschen Entwicklungslinien sozialer Arbeit, möchte ich im regionalen Teil deren Erscheinungsformen in der Stadt Rochlitz nachweisen. Dabei zeige ich im ersten Teil die Problematik der Armenunterstützung des ausgehenden 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Der zweite Teil befaßt sich danach mit dem Beginn öffentlicher und privater Wohlfahrt und deren Verknüpfung in unserer Stadt.


In der Arbeit verwende ich nach intensiver Archivsuche im Kreisarchiv Mittweida, Sitz Wechselburg, gefundene Originalakten des 18. und 19. Jahrhunderts, die die Stadt- und Vereinsschreiber handschriftlich in der deutschen Sütterlinschrift verfaßt haben. Der werte Leser sehe mir trotz Korrekturlesens kleinere Fehler in der Transkription nach, da manches wirklich sehr schwierig zu entziffern war.


In Anbetracht der Wichtigkeit der Local-Armen-Ordnung für das Armenwesen der Stadt, habe ich die gesamte nur handschriftlich in Sütterlinschrift vorliegende Quelle transkripiert, damit vor allem auch der jüngere Leser sie zu Vergleichen heranziehen kann. Gleiches gilt für die Hausordnungen vom Armenhaus und dem Hospital.


Als lokale Presse stand mir das Vereinigte Wochenblatt für Rochlitz und Umgebung seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts zur Verfügung, das als Beilage den Bezirks-General-Anzeiger für Rochlitz etc. als Amtsblatt enthält. In den erhalten gebliebenen gebundenen Ausgaben ab 1859 sind diese nacheinander angeordnet und beginnen deshalb mit neuer Numerierung der Seitenzahlen.


Um bei der Fülle der Anlagen den Überblick nicht zu verlieren, habe ich die einzelnen Anlagen in sich numeriert und zu Ende der Arbeit durchgängig am unteren rechten Rand mit Seitenzahlen versehen. Dabei habe ich mich entschieden, die Anlagen in einem besonderen Teil binden zu lassen.

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