Nord Luzon
Folgende Rundreise bietet sich an:
- Reisterassen von Banaue und Batad:
- Sagada
- Vigan
- Callao Caves, Strand von Pagudpud, Paoay Kirche
- Hundred Islands
- Mt. Pinatubo und Angeles
Reisterassen von Banaue und Batad:...................
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Die sich stufen- und terassenförmig an den Berghängen anschmiegende Reisterassen der Ifugao sind ca. 2000 Jahre alt. Sie zählen zu der Liste des kulturellen Welterbes. Während die Reisterassen von Banaue aus Lehm befestigt sind, sind die in Batad mit Steinen befestigt. Am beeindruckensten sind die Reisterassen im Mai, wenn die Felder grün sind und kurz vor der Regenzeit im Juni.
Geerntet wird der Reis im Juli/August. Der Reis hat eine besondere, wenn auch nicht hochwertige Qualität und wird vor Ort verbraucht. Kennzeichnend sind auch die Ifugao -Häuser, reetgedeckte Holzhütten auf Stelzen. Die durch Stelzen geschaffenen hohe Lage der Hütten dient dazu, um Ungeziefer und Ratten fern zu halten. Aber auch dort sind Reetdächer vergelichsweise teuer, so das diese oft durch Wellblech ersetzt werden.Manila sollte man nach der Anreise am besten am nächsten Morgen früh verlassen. In Manila erkundige man sich nach einen Bus direkt nach Banaue. Die Pension wird einem sicher behilflich sein. Die Busfahrt dorthin dauert etwas 10 Stunden. Alternativ fährt man mit einen der zahlreichen Bussen von Cubao aus morgens von Manila nach Aparri oder Tuguegarao (ca 200-300 Peso), bezahlt aber nur bis Solana und steigt dort aus. Man muss nur sagen, das man nach Banaue will, das Buspersonal ist im allgemeinen behilflich. Kurz vor Solana machte der Bus eine halbstündige Pause. In Solana steigt man in einen Jeepney nach Lagawe ca. 1 Std und von dort mit einem anderen Jeepney eine weitere Stunde bis nach Banaue. Jeepneys kosten je Strecke jeweils weniger als 50 Peso. Das Umsteigen war relativ einfach und ich war nach der Abreise um 5 Uhr morgens um ca. 12 Uhr in Solana und um 15 Uhr in Banaue. Man sollte jedenfalls spätestens um acht Uhrin Manila losfahren, um den letzten Jeepney in Lagawe zu erwischen.
Die Unterkünfte in Banaue waren sehr billig. Mein Quartier (Green View Lodge) kam gerade 100 Peso - sauber, kalte Dusche und Toilette auf Flur ), allerdings musste für Handtuch, Toilettenpapier und warme Dusche ( 30 Peso) - extra bezahlt werden. Frühstück kam ca 60-100 Peso, Abendessen ca 100-150 Peso. Abends ist in Banaue so gut wie nichts los.
Es gibt eine Internetmöglickeit im Ort allerdings handelt es sich um einen alten Rechner, zudem wurden Wucherpreise verlangt (160 Peso Std, mind. 1/2 Std.)
Am nächsten Tag bieten sich ein Besuch der Reisterassen in Batad an, ein Höhepunkt und daher ein"Muss" für Nordluzon. Am Vormittag bei Sonne sind sie am beeindruckendsten.
Man miete ein Tricycle (Mopedtaxi mit Seitenwagen) von Banaue und lasse sich zur Junction nach Batad fahren ca 200-300 Peso (Tryclefahrer wissen das schon). Die Tryclefahrer bieten an, einen am Nachmittag abzuholen. Zurück kann man dann mit einem Jeepney (50 Peso) fahren (oder übernachtet in Batad). Ab der Junction geht es ca. 1/2 bis 1 Stunde Fussmarsch straff bergauf. Oben angekommen, geht man links dann runter nach Batad. Nach ca. einer weiteren halben Stunde Marsch bergab, fangen die Reisterassen an. Anfangs ist es noch übersichtlich und man hat Superblicke auf die Reisterassen. Anschliessend muss man sich den Weg vorbei an zahlreichen Hütten hindurchsuchen, um in den Ort zu kommen. Dies ist ohne Führer machbar, allerdings nehmen diese auch nur ein paar Peso. Unterwegs werden einem Getränke und Holzschnitzereien angeboten. Gerne plaudern die Leute im Ort auch mit einem.
Die Erhaltung der Reisterassen ist mühsam. Teilweise stellen die Eigentümer der Terrassen Arbeiter zur Bewirtschaftung ein. Subventionen vom Staat erhalten die Reisbauern zum Erhalt der Reisterrassen vom Staat nicht. Das würde sich zur Förderung des Tourismus zwar anbieten, immerhin soll aber etwas zur Infrastruktur getan werden. Vermutlich versackt aber ein gross Teil des Geldes wie dort üblich, bei Regierungsmitarbeitern und andern Stellen. Eintritt würde sich zwar anbieten, wird aber nicht erhoben. Dafür profitieren die Einwohner vom Verkauf von Getränken und Holzschnitzereien. Sie reagieren auch höflich und gelassen, wenn sich die Touristen auf ihren Grundstücken verirren.Wenn man durch den Ort hindurchgeht, und den Weg (genauer Reisterassenrand) hinauf zur nächsten Anhöhe geht, sieht den Weg ( 20 minuten bergab) zum Wasserfall Tappyla. Dieser ist ca. 30 Meter hoch. Im Pool kann gebadet werden.
Wer länger Zeit hat, kann ggf. die Orte Bangaan und Cambulo in der Gegend benutzen. Im lonely planet von 1997 von Jens Peters sind Wanderungen beschrieben. Diese sind nach meinem Eindruck ohne Führer schwierig machbar, jedenfalls habe ich die Trampelpfade von Batad aus nicht entdeckt.Von Banuae aus besichtigt man die Reisterassen dort, indem man sich erst mit einem Tricyclefahrer (100 Peso) zum Viewpoint fahren lässt. Die Reisterassen sind nicht so beeindruckend wie in Batad, obwohl die architektonische Leistung der Lehmbefestigung wohl imponierender ist. Der Ansicht der Weg lohne, um unterwegs Bilder auf die Reisterrassen zu schiessen, teile ich nicht. Im übrigen halten die Trycylclefahrer auch gerne an, damit man seine Fotos schiessen kann.
Wer in den Ort zurückgehen will, braucht meiner Ansicht nach einen Führer ( 300-400 Peso) und findet den Weg nicht alleine. Die Führer haben sich genossenschaftlich organisiert und daher sind Preisnachlässe kaum drin.
Der Weg benötigt festes Schuhwerk und einiges an Balancegefühl. So bin ich beim Balancieren an einem Reisfeldrand ausgerutscht und ins Reisfeld gefallen. Anfangs ist der Weg nicht so interessant. Etwa nach der Hälfte des Weges hat man aber schöne Ausblicke auf die Reisfelder und spaziert durch einige Wohngebiete mit traditionellen Hütten in den Ort zurück.Die Wanderung könnte man morgens machen und dann mit dem Bus um 12 Uhr oder Jeepney nach Bontoc weiterfahren. Die Fahrt durch das Gebirge teilweise über Schotterpisten dauert etwa 3 Stunden. Von Bontoc nach Sagada fahren Jeepneys in einer Stunde.
Von Bontoc aus lassen sich die Reisterassen von Malegcong besichtigen.
Bei längerem Aufenthalt in Sagagda wäre dies evt ein Tagesausflug. Nach dem Eindruck der Terrassen in Batad und der wenigen Zeit habe ich dies aber ausgelassen.
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Sagagda ist ein wirklich schön gelegener Bergort inmitten von Pinienwäldern. Der Ort liegt auf 1480m Höhe und ist berühmt wegen seiner hängenden Särge. Die so bestattenden Särge hängen teilweise an Felshängen oder befinden sich in Höhlen. Unterirdische Flussläufe, Reisfelder und einige Wasserfälle laden zum Wandern und relaxen ein. Das Klima ist aufgrund der Höhe auch angenehm. Übernachtungsmöglichkeiten sind vorhanden und ähnlich günstig wie in Banaue. Ab neun Uhr abends ist Ausgangsverbot, weil einige Touristen nachts die Höhlen aufgesucht und dort Gräber beschädigt haben.Meine Reise ging dann über Vigan zurück nach Manila.
Vigan
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click on photo to enlargeVigan zählt auch zum Weltkulturerbe, weil es die noch am besten erhaltene Kolonialstadt in Asien ist. Die Spanier waren nämlich von 1500 bis 1900 Kolonialmacht in den Philippinen. Die Stadt wurde auf Anordnung schachbrettförmig angelegt. In der Tat hat sie ein spanisches Ambiente. Allerdings ist das besondere an der Stadt nur, das das spanische Ambiente in Asien ist. In Mittel- und Südamerika gibt es wesentlich schönere Kolonialstädte. Der Besuch lohnt meiner Meinung nach nur für historisch sehr interessierte. Die Übernachtungskosten sind mangels Pensionen etwas höher und betrugen ab 400 Peso.
Als Resultat der spanischen Kolonialherrschaft sind 95% der philippinischen Bevölkerung katholisch. Die philippinischen Sprachen haben viele Wörter aus dem spanischen übernommen. So heißt auf Visaya "hübsch" "guapa (bzw. guapo)". "Du (weiblich) bist hübsch", heisst dagegen aber "ikáw guapa".
Wer mehr Zeit im Norden verbringen möchte, dem bietet sich ab Sagagda folgende Weiterfahrt an ( wer dort war, den bitte ich mal mir seine Erfahrungen zu mailen) :
Callao Caves, Strand von Pagudpud, Paoay Kirche
Man fährt morgens früh über Tabuk nach Tuguegaroa und schaut sich am gleichen Tag die Callao Caves an. Zur Abenddämmerung sollen Schwärme von Fledermäusen die Höhle verlassen. Morgens sehr früh nehme man den Bus nach Laoag und steige in Pagudbud
aus. Mit einem Tricycle fährt man zum Strand und relaxe ein paar Stunden. Die Übernachtungen dort sollen für philippinische Verhältnisse teuer sein (ab 1000 Peso). aber man frage selbst. Der Strand soll wirklich sehr schön sein. Nachmittags kann man dann
kurz nach Pagoa sich die Kirche anschauen und fährt nach Vigan weiter. Oder mann übernachte in Laoag, schaue mal an den dortigen See, fahre zu dem Leuchturm Cape Bojeador und zu den Klippen Patapad. In Vigan übernachte man und bummele morgens durch die spanische Gassen.
Hundred Islands
Hunderte von kleinen Koralleninseln Inseln können mittels einer Bootsfahrt erkundet werden. Leider sind -wie so oft auf den Philippinen- die Korallenriffe durch Dynamitfischerei beschädigt worden. Irgendwie ist es noch nicht in den Köpfen der Bevölkerung verankert, das durch Tourismus wesentlich mehr Geld verdient werden kann, als durch Fischerei und Landwirtschaft. So wollte eine kämpferische junge dynamische Dame in Banaue am liebsten die Reisterassen zerstören, weil sie hinsichtlich des Wasserhaushaltes ökologische Probleme bereiten und im übrigen die Touristen nur wegen billigen Sex auf die Philippinen kommen.
Mt. Pinatubo und Angeles
Nach dem Ausbruch des Vulkans Mt. Pinatubo im Juni 1991, die ca. 1000 Tote, 40.000 zerstörte Häuser und 250.000 Obdachlose zur Folge hatte, soll eine bizarre Lavalandschaft entstanden sein, die von der Stadt Angeles aus besichtigt werden kann.
Nachdem der Bürgermeister von Manila auf Ordung setzt und das Nachtleben reguliert hat, ist nun Angeles als ehemaliger amerikanischer Armeestützpunkt Vergnügungshochburg der Philippinnen geworden.
Leider wurden in letzter Zeit bei Besichtigung der Lavafelder zwei Touristen von einer extremistischen Gruppe erschossen, so dass ich vom Besuch der Lavafelder (das Nachtleben hatte mich nicht interessiert) absah.