Soziales und Politisches
Demokratie und Menschenrechte,
Wirtschaft,
Bildung,
Gesundheitswesen,
Korruption,
Wirtschaftsstandort,
Ehen mit Filipinas,

Demokratie und Bürgerrechte

Angelehnt am den angloamerikanischen System besteht eine Unter- und Oberhaus als Gesetzgeber.Der Präsident wird direkt vom Volk gewählt. Die Wahlen sind nunmehr frei und demokratisch, was die Möglichkeit eines Regierungswechsels, wie geschehen, möglich macht.

Die Presse darf regierungskritsche Artikel schreiben. Die Philippinen ist aber als eins der 42 Länder aufgeführt, in denen Journalisten gehindert werden, frei zu schreiben, hier sind es die Sicherheitskräfte die Journalisten behindern. Amnestie erwähnt Mängel bei den Verfolgungsbehörden und der Justiz. (Stand 2003)

Link:  reporter-ohne-grenzen.de
          amnesty.de

Wirtschaft

Die Philippinen ist ein Entwicklungsland. Das Land hat wenig Industrie und ist hauptsächlich ein Agrarland für den eigenen Bedarf. Das Einkommen des Durchschnittsbürgers ist aufgrund der geringen Löhne sehr gering. Daher werden meist lohnintensive Waren wie Textilien etc exportiert. Öl und hochwertige Industriegüter müssen meist importiert werden. Das führt zum Dilemma aller Entwicklungsländer, das im Austausch für die geleistete Arbeitstunde eines Filipinos nur ein geringer Bruchteil der Arbeitstunden eines westlichen Industrielandes vergütet wird.
Durch die fehlende Kaufkraft des überwiegenden Teils der Bevölkerung entsteht keine Binnennachfrage, man schuftet also billig für andere. Die Oberschicht, die sich am westlichen Standard orientiert, hat wenig Interesse, dies zu ändern. Aufgrund der Billiglöhne ist genug Gewinn für wenige da, sich die Güter des Westens leisten zu können.

Bildung

Die Analphabetenrate ist eher gering, verglichen zu anderen Entwicklungsländern. Das Schulsystem ist dem Amerikanischen angelehnt: "Elementary School", "High School", "Higher education" (College,University). Es gibt staatliche Grundschulen, die vier Jahre besucht werden müssen. Diese sollen aber schlecht sein, weil die Lehrer mehr als Haushaltshilfe in Hongkong als als Lehrer auf den Philippinen verdienen. Die Oberschicht schickt ihre Kinder daher auf Privatschulen, die so um die 2000 Euro aufwärts im Jahr kosten. Ein Betrag, den der Durchschnittsbewohner nicht zahlen kann. Für High School und Studium gilt das gleiche. So verfestigen sich die sozialen Strukturen und ein Aufstieg ist schwer möglich. Stipendien und Programme in dem Umfange wie in den USA, die diese Ungerechtigkeiten beseitigen könnten, sind als Korrelativ nicht vorhanden.

Gesundheitswesen

Arztbesuche müssen bezahlt werden. Eine staatliche Grundversorgung wird nicht gewährleistet. Der Preis wird ausgehandelt, die Solidarität der Familie wird miteinbezogen. Eine schwere Krankheit ist daher oft auch eine finanzielle Katastrophe. Viele bilden Rücklagen für den Fall der Krankheit. Es werden private Krankenversicherungen angeboten, denen aber häufig misstraut wird. Allzu häufig haben diese im gravierenden Krankheitsfall den Versicherungschutz aufgrund irgendwelcher Vertragsbedingungen, angeblich nicht gemeldeter vorvertraglicherer Erkankungen und Prämienrückstände verweigert. Für eine gerichtliche Klärug fehlt den Versicherten die Zeit und vermutlich das Geld.

Korruption

Mit Beziehungen soll alles leichter gehen. Meist reicht es schon, eine einflussreiche Persönlichkeit zu kennen.

 

Wirtschaftsstandort
Investitionen in den Philippinen sind eher schwierig. Nachteile sind die Bürokratie, die Korruption, die Kriminalität und die fehlende Rechtssicherheit. Japanische Grossinvestoren hatten ganze Hotelanlagen aufgegeben, weil sie die philippinische Mafia nicht in Griff bekamen. Es reicht, das ein Dienstmädchen behauptet, sexuell belästig worden zu sein, um längere Zeit in Haft zu kommen. Anwalts- und andere Kosten zwingen dann oft zum Verkauf eines Anwesens, das mancher mühsam erworben hat, allein aufgrund einer Intrige mit dem Ziel, die Anlage für einen Schleuderpreis zu übernehmen. Projekte ohne Korruption sind kaum möglich, die Korruption wird dann aber als Argument genutzt, Verträge nicht einzuhalten, so erging es wohl auch einem deutschen Konsortium beim Ausbau eines Großflughafens.

 

Ehen mit Filipinas

Europäische Männer sind für philippinische Frauen begehrt, weil sie offenkundig bessere Lebensbedingungen bieten können, als der durchschnittliche philippinische Ehemann. Sie sind auch meist gebildeter. Umgekehrt empfinden die meisten Männer viele philippinische Frauen als hübsch. Die Filipinas sprechen alle Englisch, was die Kommunikation erleichtert.  Die Mentalität der Filipinas ähnelt auch der euopäischen. Philippinischen Ehefrauen haben daher vergleichsweise weniger Integrationsprobleme in Europa als andere Landsleute.
Ehen von Europäerinnen zu Philippinos sind vergleichsweise selten.

Es existiert ein Vermittlungsmarkt, der meist mit falschen Erwartungen Geld abgezockt. Den Vermittlern interessiert nur das Geld, aber nicht, ob die Partnersuchenden überhaupt zu einander passen. Bessere Lebensbedingungen oder die jugendliche Schönheit allein sind als Basis für eine Beziehung nicht ausreichend. Gerade dann, wenn vergleichsweise ältere Männer sich mit gerade 18-20 jährigen Mädchen schmücken, die auch von der Persönlichkeit nicht zu ihnen passen. Wer unbedingt meint, eher dort eine Partnerin finden zu können als in Deutschland, sollte hinfliegen und sich dort umschauen bzw. umhören, als auf dubiose Vermittler vertrauen. Das Geld für den Flug ist schon wegen des schönen Urlaubs nicht vertan.

Ehen mit Filipinas sind erstaunlicherweise häufig stabil, wenn tatsächlich eine Partnerin und nicht schmückendes Beiwerk oder eine Haushaltshilfe gesucht wird. Filipinas sind nicht dümmer oder weniger anspruchvoll als deutsche Frauen (oder was als Vorurteil so existiert) und erwarten durchaus eine eigene Ausbildung, Arbeit und persönliches Fortkommen in Europa.

Es existieren auch viele Vorurteile bei Filipinas. Europäischen Männern wird unterstellt, wegem billigem Sex in die Philippinen zu reisen oder nur eine Frau zu suchen. Sie befürchten geschlagen oder im Haus eingesperrt zu werden, zur Prostitution gezwungen oder das ihr Partner nur eine Dienstmagd auch fürs Bett sucht.

Eine Filipina die einen Deutschen heiraten will, bekommt ein Verlobungsvisa für 6 Monate. der Deutsche muss die üblichen Bürgschaften leisten. Die Filipina muss aber zusätzlich einen Deutschtest absolvieren, mit einer Durchfallquote von ca. 50 %.

Links zur Heirat, Aufenthaltsrecht und Einbürgerung  phil-help.de , verband-binationaler.de, einbuergerung.de,
 


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