Kambodschas
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Geschichte:

 

Vor Angkor Zeit:

die ersten Funde von Siedlungen stammen aus den Jahren um 6.800 v.Chr. Um 500 v.Chr bestand eine funktionierende Eisenzeitgesellschaft, die Waffen, Ackergeräte und Keramiken produzierten.

Um 100 v.Chr. siedelten dunkelhäutige Menschen im Mekongdelta an, die Vorfahren der Khmer. Sie wurden durch indische Händler vom Hinduismus und der indischen Kutur beeinflusst. Das damalige Gebiet wurde nach chinesischen Quellen zufolge Funan genannt. Im Norden von Funan entstandt nach dem 6 Jhd. n.Chr das unabhängige Gebiet Chenla, vermutlich identisch mit dem Gebiet des heutigen Kambodscha. Es enstanden die ersten Tempelanlagen. Im 8 Jhd. war Chenla in zwei Gebiete gespalten in das Land- und das Wasser-Chenla.
Im Jahre 795 n.Chr, schwang sich König Jayavarman II  zum Herrscher beider Gebiete auf, welches nun "Kampujadesa" benannt wurde.

 

Angkor Zeit ( 802 - 1432)
Jayavarman II (802-877) verlegte den Regierungssitz in das jetzige Angkor nördlich von Siam Reap und Indravaman (877-889) legte den Plan vor, drei Tempelanlagen zu bauen. Einen um den Wassergöttern Respekt zu erweisen, einen für seine Vorfahren und einen Staatstempel, der zugleich den Göttern gewidmet ist. In der Folgezeit errichteten die jeweiligen Nachfolger meist eigene Tempel, die die Vielfalt der Tempelanlagen um Angkor begründeten.
Das Staatsgebiet wurde ausgeweitet durch Kriege durch Stämme in Thailand und gegen die Cham im Osten.
Suryavarman II (1113-1150) liess den Staatstempel Angkor Wat errichten. Das Reich hatte zu dieser Zeit seine größte Ausdehung und reichte von Pagan (heute in Myanmar), dem Norden Thailands bis nach Champa im Osten. Der Nachfolger Dharanindravarman II (1150-1160) bekannte sich als erster König zum Buddhismus. Auch sein Sohn Jayavarman VII war überzeugter Buddhist und weihte den Staatstempel Bate dem Mayahana- Buddhismus. Er eroberte das Land von den Cham zurück, die es zeitweilig besetzt hatten. Nach seinem Sieg liess er sich als Gottkönig (Dewaraja) ausrufen.
Nach dem Tod von Jayavarman VII waren die finaziellen Möglichkeiten des Reiches erschöpft. Einer der Nachfolger Jayavarman VIII war ein fanatischer Hindu und liess buddhistischer Bildnisse zerstören. In der Folge gab es territoriale Verluste an die Thai und Cham und als Angkor 1432 wiederholt von den Thai geplündert wurde, zog sich der Hof um König Ponhea Yat nach Phnom Penh zurück.

 

Nach Angkor Zeit
Der Hof wurde wiederum nach Oudong (etwa 50 km vor Phnom Penh) verlegt, wo er dann mehr als 200 Jahre verblieb. Die häufig wechselnde Könige waren schwach und Marionetten der Thais im Westen oder der Vietnamesen im Osten bis die Franzosen im Jahre 1863 das Land kolonialisierten. Die Franzosen erzwangen mittels der Einschüchterung durch Kanonenbooten einen Vertrag über ein französischen Protektoriat mit König Norodom (1859-1904). Sie nutzten auch dessen Opiumabhängigkeit und rissen die Herrschaft an sich, wobei sie Schlüsselpositionen mit Vietnamesen besetzten. Zeitweise wurde die Rückgabe von Angkor und des Gebietes Battambang von den Thais erreicht, der Besitz wechselte aber in den näcshten Jahrzehnten mehrmals.

 

Weg zur Unabhängigkeit
Japan eroberte Kambodscha im Zweiten Weltkrieg, beliess es aber unter der französischen Verwaltung. Als König Monivong starb, wurde sein Sohn bzw. der Enkel von König Norodom, der 19 jährige Prinz Sihanouk im Jahre 1941 zum König gekrönt. Nach der Niederlage Japans forderte dieser die Unabhängigkeit Kambodschas. Er erreichte freie Wahlen, die jedoch von der anti-royalen Partei gewonnen wurde. Die Franzosen behielten dennoch weiterhin die wesentlich Kontrolle über das Land. Es folgte ein Staatsstreich durch Sihanouk gegenüber dem Parlament.
Am 09.11.1953 wurde Kambodscha in die Unabhängkeit entlassen. Frankreich widersetzte sich dem nicht, da es mit der Abwehr kommunistischen vietnamesischen Truppen beschäftigt war. Sihanouk verzichtete auf den Thron und setzte seinen Vater zum König ein, zugleich wurde Parteivorsitzender der neu gegündeten Volkssozialistischen Partei, die im Jahre 1955 alle Stimmen im Parlament erhielt. So beherrschte er Kambodscha für die nächsten 15 Jahre.

 

Kriege und Terror
1970 putschte General Non Lol während eines Frankreichbesuches Sihanouks. Der Vietnamkrieg war bereits voll im Gange. Es entstand zudem eine marxistische Bewegung, die Sihanouk "Khmer Rouge" nannte und die er zunächst unterstützte. Anführer waren Pol Pot, geboren als Saloth Sar und Ieng Sary, beide hatten in Frankreich studiert. Amerikaner und Südvietnamesen sorgten dafür, dass sich nordvietnamesischen Vietkong in schlecht zugängliche Gebiet im Nordosten von Kambodscha zurückzogen. Diese verbündeten sich dort mit der Khmer Rouge. Amerika reagierte mit einem Flächenbombardement auf vermeintliche Verstecke der Vietkong, wobei ganze Dörfer ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung ausgelöscht wurden. Etwa 250.000 Kambodschaner starben durch dieses Flächenbombardement, auch nach damaligen Völkerrecht ein Völkermord. Diese Greuel machte es der Khmer Rouge leicht, Anhänger zu finden und liess diese vermutlich auch selbst abstumpfen. Durch Korruption und Misswirtschaft fand die Herrschaft Non Lols immer weniger Rückhalt und nach dem Fall von Südvietnam an den kommunistischen Norden, fiel zwei Wochen später am 17. Mai 1975 auch das Non Lol Regime in die Hände der Roten Khmer.

 

Das Khmer Rouge Regime
Das Khmer Rouge Regime wurde zunnächst als Befreier angesehen, dies wandelte sich zum Entsetzen der Bevölkerung sofort, als die Khmer Rouge begannen, einen Steinzeitkommunismus zu etablieren.Die Bewohner Phnom Penhs wurden ohne Rücksicht auf Gebrechen aufs Land vertrieben und mussten 12 bis 15 Stunden Zwangsarbeit leisten. Dabei gingen die Roten Khmer mit unbeschreiblicher Brutalität vor, jeder Hauch von Protest wurde mit der Excution beantwortet. Es wurden zuerst Oppositionelle, dann Intellektuelle, dann eigene Leute hingerichtet, zuletzt reichte das Tragen einer Brille als Grund zur Erschiessung. Es gab Vorfälle bei denen Kinder eschossen wurden, weil sie Mangos von freistehenden Bäume gepflückten haben, wegen Diebstahls von Volkseigentum. Es wird geschätzt, das über 2 Mio Kambodschaner während dieser Zeit ermordet wurden, fast jeder Kambodschaner hat Opfer in seiner Familie. Der Spuk dauerte 2 Jahre, acht Monate und 21 Tage, Daten die fast jeder Kambodschaner kennt. Zum Verhängnis wurde dem Pol Pot Regime Streit mit Vietnam, die sich solche Provokationen nicht länger gefallen liessen und die auch dem Morden ein Einhalt bieten wollten. Durch ihren Einmasch im Dezember 1978 wurde dem Morden ein Ende gesetzt. Das Verhältnis Kambodschaner zu den Vietnamesen ist seitdem zwiespältig, einerseits Erzfeind, anderseits Befreier.

 

Die Volksrepulik und der Staat Kambodscha
Der sozialistische Egierungschef Heng Sarin versuchte durch Verträge, as ehemalige Indochina an Vietnam zu binden. Die Uno und der Westen verdammten die Vietnamesen und unterstützten die Roten Khmer, die als rechtmäßig Herrscher betrachtet wurden. Es wurde verhindert das die Roten Khmer für ihre Verbrechen zur Verantwortung gezogen wurden.
Am 30. April 1989 erhielt Kambodscha eine neue, westlich orientierte Verfassung. Die Vietnamesen zogen aus Kambodscha aus.


 

Religion:
Die Khmer sind überwiegend Buddhisten des Theravada- Buddhismus (kleine Fahrzeug/Lehre der Alten), die Mayahana-Buddhisten (grosse Fahrzeug) sind die Chinesen und die Vietnamesen, die in Kambodscha leben. Unterschiede sind z.b in der Bestattung der Toten, die Khmer verbrennen ihre Toten, die Chinesen und Vietnamesen bestatten sie in Gräbern. Ahnenkult und Glaube an böse und gute Geister (Animismus) spielen bei den Khmer auch eine wichtige Rolle, auch werden Elemente des Hinduismus übernommen, wie die Huldigung des Königs als Gottkönig. Die Minderheit der Cham (2 %) sind moslemischen Glaubens.


 

Soziale Lage
Kambodscha ist ein armes Land. Die Infrastruktur ist im Aufbau, die Schotterpisten werden allmählich zu funktionsfähigen Strassen aufgebaut, oft mittels Hilfe der Chinesen. Entwicklungshindernis ist die Korruption und die mangelnde Bildung der Bevölkerung. Auch wenn die Grundschule frei ist, haben viele Eltern Mühe die Kosten für die Schuluniform und das Lehrmaterial aufzubringen, teilweise werden die Kinder als Arbeitskraft ausgenutzt.
Stipendien bestehen für einige Studenten nach Auslese durch einen Test, ansonsten müssen Studiengebühren bezahlt werden, was sich nur ein Bruchteil der reicheren Schicht erlauben kann. Es existieren eine Anzahl von freien Schulen, allerdings bestehen Zweifel, ob dort etwas gescheites gelernt wird.
Die medizinische Versorgung ist unzureichend. Eine Krankheit ist für die Familie oft auch ein finazielles Disaster, um die Kosten der ärztlichen Behandlung aufzubringen. Viel Geld benötigen junge Männer zur Finanzierung ihrer Hochzeit, ein eheähnliches Zusammenleben vor der Hochzeit ist gewöhnlich tabu.


 

Prostitution:
ist oft die einzige Einkommensquelle für Frauen. Obwohl verboten, hat jedes Provinznest seine Bordelle. Viele Vietnamesinnen aber auch Einheimische schaffen in kambodschanischen Bordellen an. Freie Prostituierte, die auf eigene Rechnung ihre Freier ansprechen, sind eher weniger verbreitet. Mögliche Kunden werden von Moped- oder Taxifahren zu den Etablissments gefahren, von denen sie Provision erhalten. Ein Freier kann sich dann eine der mit Nummern versehenden Damen aussuchen. Die Prostituierte sind durchweg jung, kaum eine ist älter als Anfang 20, was dem asiatischen männlichen Geschmack an sehr jungen Mädchen entspricht.
95 % der Männer in Kambodscha haben zumindest einmal im Leben Verkehr mit einer Prostituierten, die meisten jugendlichen Männer haben auch den ersten Verkehr mit ihnen. Gefördert wird diese von der Sexualmoral, das Frauen keinen vorehelichen Geschlechtsverkehr haben dürfen und von Männern erwartet wird, das sie die Hochzeit finanzieren, die einige hundert Dollar kosten kann. Dieses Geld können junge Männer meist nicht aufbringen und die, die es könnten, sind eher geneigt mit dem Geld ihr Studium oder den Beruf zu finanzieren.
Das junge Alter der Prostituierten macht Kambodscha zum Zentrum der Pädophilen aus aller Welt, trotz der drohenden Gefängnisstrafe von bis zu 20 Jahren bei einem Geschlechtsverkehr mit einer unter 18 jährigen und der Tatsache, das diese auch verhängt wird.

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