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Der Inka Trail:
Wann und wielange?
Der Treck dauert drei volle Tage, obwohl er nur 33 km lang ist. Die beste Reisezeit soll die Trockenzeit von Mai bis September sein. Der Treck ist dann meist überfüllt. Ich unternahm den Trail im März am Ende der Regenzeit. Es regnete auch etwa anderthalb Tage, es war aber trotzdem ein schöne Erlebnis. Und die Landschaft war schön grün und nicht so verbrannt braun wie in der Trockenzeit. Ich würde heute Ende April bis Mitte Mai als Reisezeit bevorzugen.Man muss ein wenig Kondition haben, um den Trail ohne Träger zu absolvieren. Mit Trägern reicht normale Kondition. Der anstrengendste Teil ist anfangs, wenn es steig bergauf zum Pass von 4.198 m Höhe geht.
Gesundheit
Es ist wegen der Höhenkrankheit lebensgefährlich von Lima nach Cusco zu fliegen und direkt am nächsten Tag den Trail in Angriff zu nehmen. Wenn man nicht ohnehin vom höher gelegenen Titicacasee anreist, sollte man erst einige Tage in Cusco verbringen. Dort kann man zum Beispiel das Heilige Tal besuchen, um sich an die Höhe zu akklimatisieren. Bei zwei bis drei Tagen Aufenthalt in Cusco und Umgebung dürfte der Trail dann keine Probleme mehr bereiten. Allerdings sollte man bei ersten Anzeichen von Höhenkrankheit (Kopfschmerzen) nicht weiter aufsteigen, den Pass dann auf 4.200 m Höhe vormittags überqueren, um nachmittags wieder auf geringerer Höhe zu sein.Infos zur Höhenkrankheit: click hierOrganisierte Trecks
Es gibt mehrere Unternehmen in Cusco, die organisierte Trecks anbieten. Kostet je nach Jahreszeit und Unternehmen von 50-150 Dollar. Die holen einen morgens ab, man muss dann nur noch mit Handgepäck selbst wandern. Den Rest tragen einheimische Träger, die bauen dann schon mal das Zelt auf und kochen ein leckeres Essen. Auf Dusche und andere Annehmlichkeiten muss man trotzdem verzichten, schliesslich ist man in freier Natur. Der Vorteil einer organisierten Tour ist es auch, das man viel Spass in einer Gruppe mit Leuten unterschiedlicher Nationalität hat. Auch ist so in der Hochsaison ein Zeltplatz gesichert, der dann knapp sein könnte.Es ist wesentlich teurer von Hause aus eine organisierte Tour übers Internet zu buchen. Bei den Anzahl der Unternehmen dürfte es selbst in der Hochsaison keine Schwierigkeit einen Platz zu bekommen, zur Not gibt es auch für einige Tage genug zu sehen.
Achtung neu!
Zumindest in der Hochsaison sollen nunmehr nur organisierte Trecks zugelassen sein. Wartezeiten sollen nun üblich und die Permits sollen auch relativ teuer geworden sein. Insgesamt sollen so um die 300 US Doller zu berappen sein!Hier ist eine Alternative:
Salcantay Trek nach Machu Picchu siehe hier (allerdings in English): i-needtoknow.com ,Mogeln wenn es schnell gehen soll:
erscheint mir nicht aussichtslos. Moralisch ist das vertretbar, weil mittlerweile abgezockt wird, man weitgereist und ja gewillt wäre, das übliche Permit zu zahlen. Man müßte den Posten am Anfang des Trails und am Ende des Trails umgehen und notfalls irgendwo nachts biwacken. Wer ein wenig Spanisch kann, könnte zum Anfang des Trails fahren und mit den Leuten dort reden und gegebenfalls einen Guide anheuern, der sich auskennt. Wer erwischt wird, dumm tun hilft oft weiter. Also weder Spanisch noch Englisch können, nie eine hohe Strafe akzeptieren und gegebenfalls das übliche Permit zahlen. Aber ich garantiere für nichts!Wenn ihr alleine los wollt, müßt Ihr Essen für drei Tage kaufen. Nicht zuviel mitnehmen, man muss alles 2000 Meter hoch schleppen. Für drei Tage braucht man nicht soviel Essen wie man denkt. wichtig ist eine Plasteflasche und kleine Jodtabletten zum Wasser desinfizieren. Bekommt man sehr billig in einer Apotheke in Cusco. Wasser findet man auf dem Trail reichlich.
Was man mitnimmt, Gefahren
In der Trockenzeit fallen die Temperaturen nachts auf etwas unter Null Grad. In der Regenzeit ist es etwas wärmer nachts. Ein warmer Schlafsack (kann in Cusco gemietet werden) und warme Klamotten sind daher mitzunehmen. Einer ist am Pass wegen Unterkühlung gestorben. Sonst ist der Trail ungefährlich, was die tausenden Leute beweist, die jährlich den Trail gesund absolvieren. Gefährliche Tiere gibt es nicht, aber mir haben die Viecher mein Proviant aufgefressen, den ich nachts vor dem Zelt deponierte.Gefährlich ist aber die Höhenkrankheit (siehe oben: Gesundheit) , die aber nichts ausmacht, wenn man einige Tage in Cusco verbracht hat.
Eine Taschenlampe ist hilfreich, denn es gibt keine Lampen. Bequeme Schuhe reichen aus, man muss nicht klettern. Wo es steil ist, sind Treppenstufen. Verlaufen kann man sich auch nicht, auch ist man kaum alleine unterwegs. Man muss nur aufpassen an den Hochspannungsmasten am letzten Tag rechts zum Trekkershotel abzubiegen.
Der Treck
Der erste Tag
Morgens fahren Züge nach Machu Picchu. Im Jahr 2000 fuhren die Züge um 6 Uhr 20 und um 13 Uhr 10 ab. Es ist ratsam bei früher Abfahrt die Zugfahrscheine einen Tag früher zu kaufen.
Alternativ fährt man nachmittags nach "Aguas Calientes" was heisses Wasser bedeutet und übernachtet dort in der Nähe von Machu Picchu.
Von Cusco kommend muss man bei km 88 oder 102 den Zug verlassen. Die Busse der Treckingtourveranstalter fahren bis km 102. Los geht's dann so gegen Mittag bei einer Höhe von 2298 Meter. Nach kurzer Zeit kommt man zu einem Häuschen, wo man die Gebühr ( März 2000) von 10 US Dollar bezahlt. Es geht dann langsam bergauf bis zum Dorf. Dann geht es stetig bergauf bis zum Pass von 4.198m. Am ersten Tag schafft man es sinnvollerweise höchstens bis zum Zeltplatz "Llullchapamba" davor. Ich übernachtete noch einen Camp zuvor und war vollkommen fertig. Dies war der anstrengendste Teil vom Treck.
Zwischendurch kommt man durch Nebelwald. Er wird von den tiefliegenden Wolken genährt. Im Unterschied zum Regenwald, wo sich die Tier- und Pflanzenwelt in den Baumgipfeln abspielt, ist der Nebelwald durch Unterholz, Moose und Flechten behangene Bäume gekennzeichnet. Moose und Flechten sind auch ein Indikator für saubere Luft.
Der zweite Tag
Zwei Stunden Wanderung bergauf von "Llullchampambato" bis zum Paß "Warmiwanusca" in der Höhe von 4198 Metern. Hier machen alle eine Pause und ein Gipfelbild. Dann geht es auf 3.600 herab und wieder auf 3860 Meter bergauf und dann nur bergab bis nach Machu Picchu (2.430 Meter).Zwischendurch sind immer wieder Inkaruinen zu bestaunen. Sie sind schön in der Landschaft gelegen. So alt sind sie mit ihren 500 Jahren aber auch nicht. Man paassiert den Inkatunnel, ein Felsdurchgang der klingt imposanter als er ist. Theoretisch ist es schaffbar an einem Tag vom Pass bis zum Treckerhotel zu kommen. Aber es ist schöner nicht durch die grandiose Landschaft zu hasten, sondern noch eine Übernachtung mehr einzuplanen ohne zu hetzen. Am Strommast führt der Weg rechts ab zum Treckershotel, welches mit Doppelstockbetten, Dusche, Campingplatz und ein Restaurant aufwartet. Die Übernachtung ist relativ günstig (10 Dollar). Der Ausblick ist phantastisch. Auch zur Ruine nebenan gehen!
Der dritte Tag
Am nächsten Morgen geht es früh ( 2 Std. wandern) bis zum "Intipunkt". Dort erlebte ich den Sonnenaufgang über Machu Picchu. Eine weitere Stunde Wanderung und man ist dann am Ziel: Machu Picchu. Meines Erachtens kann man ruhig ausschlafen, so doll fand ich den Sonnenaufgang auch nicht, allerdings ist man so vor den Busladungen in Machu Picchu. Man verbringt den Tag in der Ruinenstadt und geht nachmittags zurück zum Dorf unterhalb Machu Picchus (ca 1,5 Std. Laufen). Im Dorf gibt es zwei Bahnhaltestellen, der Bahnhof ist für Züge von vorbestellten Gruppen, der normale Zug fährt im Ort ab. Fragen! Eine gute Idee wäre es auch seine müden Knochen in einer der heissen Quellen in "Agua Calientes" aufzuwärmen.
Links: projects.ex.ac.uk/RDavies/inca/#hike,
Literatur: The Inca Trail Richard Danbury ISBN 1 873756 291 16,95 US$ mit Lima, Cusco and the Sacred Valley