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Die Angaben beziehen sich auf eine Wanderungen im Sommer 2009.
Informationen
Allgemeines, Anforderungen, Jahreszeit, Zeit/Richtung/Teile, Hin- Rückreise, Unterkunft, Verpflegung, Schilder/Karten, Packliste, Handy, Internet, andere Trails Links Fragen? Tipps! Der GR 20 ist eine der schönsten, aber auch mit die anstrengendste, Bergwanderung in Europa
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English Etappen
Gr 20 Nord
1. Calenzana - Ortu Piobbu, 2. Ortu Piobbu - Carrozzu, 3. Carrozzu - Ascu, 4. Ascu - Tighjettu, 5. Tighjettu - Ciottulu, 6. Ciottulu - Manganu, 7. Managu - Petra Piana, 8. Petra Piana - Onda, 9. Onda - Vizzavona, Gr 20 Süd
10. Vizzavona- Capanelle, 11. Capanelle- Prati, 12. Prati - Usciolu, 13. Usciolu - Asinau, 14. Asinau - Paliri, 15. Paliri -Conca, Badeaufenthalt, to top
Allgemeines
der 180 km lange Wanderweg von Calenzana bis Conca, der Korsika von Nordwesten nach Südosten quert. Vizzavone liegt im Zentrum Korsikas und teilt den GR 20 in den GR 20 Nord (9 Tage) und GR 20 Süd (6 Tage). Der GR 20 ist die bekannteste und auch eine der schönsten und anstrengendsten Bergwanderstrecken in Europa. GR bedeutet Grand Ranndonnée, das sind die großen oder bedeutsamen Fernwanderwege Frankreichs. Die 20 steht für Korsika, früher 20. Departement Frankreichs.to top
Anforderungen
Ich hatte während der Wanderung 10 kg an Körpergewicht verloren. An einer Stelle ( 4.Tag) sichern Eisenketten jeweils den Ab- als auch den späteren Anstieg, manchmal ähnelt die Strecke fast einem Klettersteig. Bergsteiger- oder Klettersteigerfahrung ist aber nicht erforderlich. Es geht nur dauernd ab und auf, oft entlang eines Grates, sehr oft über Geröll oder auch größere Felsen. Es gibt aber auch leichtere und ebene Passagen. Gerade mit einem vollbepackten Rucksack ist das Steigen über Geröll sehr anstrengend. Trittsicherheit und feste Schuhe mit griffsicheren Sohle, die hochgebirgstauglich sind, sind unbedingt erforderlich. Man muss auch eine leere Wasserflasche (Wegwerf-Plasteflasche reicht) mitnehmen.
Eine junge Frau mit 57 kg Körpergewicht und 17 kg Rucksack wollte vernünftigerweise nach dem ersten Tag aufgeben. Wer körperlich fit ist und wenier als 20 % ( manche Etappen erfordern zusätzlich etwa 3 Liter Wasser) seines Körpergewichts mitschleppt, der schafft andererseits den GR 20 auch ohne Probleme.to top
Jahreszeit:
Der GR 20 kann ohne Bergsteigerausrüstung nur von Juli bis Mitte September durchgängig begangen werden. Im Juni kann noch Schnee liegen, nach Mitte September wird das Wetter unstabil. Wenn es nass oder glatt ist, besteht erhebliche Ausrutsch- und damit Lebensgefahr im Hochgebirge.
Von Mitte Juli bis Mitte August ist es auf dem GR20 am vollsten, dann sind Hütten oft voll belegt. Ich bin am 20. Augut los, da war es schon recht leerer.to top
Zeitdauer/Richtung/Teilwege:
Zeitplan
der Weg ist in 15 Etappen begehbar. Nur wer überdurchschnttlich erfahren und fit ist, kann zwe Etappen auf einmal kalkulieren, Man beachte, dass 8 km in den Bergen kräfteverschleissender als 35 km auf dem Flachland sein kann. Auch wird es im Süden früher dunkel und im Gebirge dann lebensgefährlich. Angeblich soll der Platz vergeben werden, und eine Vorbuchung entfallen, wenn nicht um 19 Uhr der Platz belegt wird. Weiss aber nicht, ob das stimmt (mailt mir!). Wer die im Outdoorhandbuch angegebene Zeit einhält ist schon gut, meist hatte ich 2-3 Stunden mehr benötigt. Für den GR 20 Nord werden 9 Tage, für den GR20 Süd 6 Tage benötigt. .Richtung
Es besteht die Möglichkeit auch den GR 20 von Süden nach Norden zu laufen. Dann hat man die alpinen Stücke am Ende. Dies ist nicht unüblich, obwohl die meisten im Norden anfangen. Der GR 20 Süd weist zwar etwas weniger Steigungsdifferenzen auf, die Unterschiede habe ich aber als unwesentlich empfunden. In der frühen Saison fängt man wegen der Schneefreiheit besser im Süden an.Teiletappen
Man kann von Nord nach Süd bis Vizzavona gehen oder umgekehrt in Vizzavona einsteigen, den GR 20 Nord oder Süd begehen. Vizzavona ist deshalb Einstiegspunkt, weil von dort eine Eisenbahnverbindung nach Bastia, Ajaccio und Calvi besteht.
Ausstiegspunkte mit Strassenquerung sind aber in Haut Asco (3. Tag), Col de Vergio (6.Tag), Col de Bavella (vorletzter Tag), auch gibt es häufig ausgewiesen Querwege zu den nächsten Dörfern. Man kann auch eine Kombination mit anderen Wanderwegen laufen, wie mit den Mar e Mar Nord, Centre und Süd, die alle den GR 20 queren.
Hin und Zurück
Hin
Der Gr 20 startet nahe Calvi in Calezana. Günstige Flüge nach Calvi von Memmingen bietet tuifly.de mit rail and fly von 25 Euro zum Flughafen an.
Die Busfahrt von Memmingen/Bahnhof zum Flughafen kostet 2,50 Euro extra. Vom Flughafen gibt es kein Bus ins ca. 8 km nahe Calvi. Die Taxifahrt kostet so um die 20-30 Euro nach Calvi und 45 Euro bis Calezana bzw. 45 Euro von Calvi nach Calezana (12 km). Es soll im Sommer eine Busverbindung von Calvi nach Calazena geben (7 Euro siehe corsicabus.org Bus- und Zugplan ).Ein Tipp, wenn man wie ich niemand zum Teilen des Taxis findet:
Ich bin die Straße parallel zur Lande- oder Startbahn des Flughafens Richtung Calvi gelaufen. Dort kommt eine Brücke und es geht einge Meter bergauf. Oben kann man am an der Steinabsperrung rechts runter bis zum Ende der Start- Landebahn gehen, muss ein wenig über Geröll klettern und orientiert sich an die Silos der angrenzenden Fabrikanlage. Der Fluss ist im Sommer ausgetrocknet und kann gequert werden. An der Siloanlage geht man auf die Straße und kommt an den Kreisverkehr mit dem Abzweig nach Calazena (noch ca. 7 km). Von dort bin ich getrampt, was gut klappte. Man schaue sich das vorher bei Google Earth an, wenn man das teure Taxi sparen will, weil man niemand zum Teilen findet. Mein Flieger landete um 12 Uhr in Calvi. Um 14 Uhr war ich in Calazena. Ich (untrainiert) hatte es wegen der Mittagshitze und der Steigungen trotz der angeblich 5 Std. Wegstrecke nicht mehr bis zur ersten Hütte geschafft und mußte notübernachten, da es für ein Weitergehen bei Dunkelheit zu gefährlich war.Wer z.b mit germanwings.de nach Bastia fliegt (Flughafenbus Bastia 8 Euro), kann mit der Bahn (16 Euro) nach Calvi fahren. Der nächste Bahnhof Casamozza kann in ca. 3 km Entfernung vom Flughafen erlaufen werden. Es gibt auch einen Bus Bastia - Calvi (ca. 16 Euro). Man kann den Fahrer bitten einem am obigen erwähnten Kreisverkehr mit dem Abzweig nach Calenzana rauszulassen und den Rest trampen (oder laufen).
Links: corsicabus.org Bus- und ZugplanIn Calazena gibt es eine Gite d' Etappe (Wanderunterkunft). Die Übernachtung soll um die 15 Euro (Dorm) bzw. 10 Euro Zelt kosten. Für letzte Einkäufe ist dort auch ein kleiner Sparladen. Abends loslaufen und Biwaken nach Einbruch der Dunkelheit ist nicht erlaubt, aber wohl kaum kontollierbar siehe: Hütten.
Zurück
der GR 20 endet in Conca. Dort gibt es im Ort eine Bar (keine Speisen) und nach der Kirche in Richtung Sainte Lucie de Porto Vecchio (dort Busverbindung am Ortsausgang die Gite d' Etape "La Tonelle" von dem um 8 Uhr und 13.30 Uhr ein Shuttlebus (corsicabus.org ) nach Sainte Lucie de Porto Vecchio (10 Euro 1- 2 Pers, ab 3. Person je 4 Euro) oder Porto Veccio (30 Euro 1 - 3 Pers, ab 4. Person je 8 Euro) fahren soll. Den Bus um 13.30 Uhr bekommt man aber nur, wenn man straff früh morgens losmarschiert und keine länger Pause an den schönen Badegumpen einlegt. Die Alternative ist wieder trampen oder laufen (6 km) oder in der Gite übernachten.In Sainte Lucie de Porto Veccio an der Bar "U Columbu" hält der Bus Porto Veccio - Bastia um 8.20 und 13.55 Uhr nach Bastia (23 Euro) (corsicabus.org )oder um 11.00 bzw. 18.20 für Porto Vecchio (Abfahrt Bastia 8:30 und 16 Uhr). Die Weiterfahrt nach Bonifacio ist werktags um 8.00, 13.00, 15.00, 19.00 Uhr, Sonn-Feiertags 8.00, 12 Uhr möglich. Bonifacio - Porto Vechchio 6.30 (bis Ajaccio), 7.30, 8.30 (bis Ajaccio), 12.30, 16.15, 19.00 Uhr So-Feiertags 8.30 (bis Ajaccio) 14.00 bis Ajaccio) 19.00 Uhr. Zusätzlich Porto-Vecchio Ajaccio 6.30, 8.00, 14.15 So-Feiertag 8.00, 14.30 keine Gewähr!
Rückflug über Olbia in Sardinien
Eine Alternative, die ich gewählt hatte, ist mit dem Bus von Porto Veccio nach Bonifacio ( 4 mal täglich 9 Euro). Von dort mit der Fähre nach Santa Teresa di Gallura nach Sardinien übersetzen (etwa 5 mal täglich 16-18 Euro). Dort am Hafen in den Ort hoch (nicht weiten in den Yachthafen rein). Die Touristinformation ist am Marktplatz. Es fahren von der zentralen Bushaltestelle Busse mehrmals täglich nach Olbia. Die eine günstigere Buslinie fährt nach Olbia zum Hafen und ins Zentrum ( 5 Euro, Tickets in bestimmten Bars oder Tabakläden). Ab dem Zentrum fährt die Linie 2 oder 10 mehrmals stündlich zum 3 km entfernten Flughafen (0,80 Euro, Tickets auch in Bars Tabakladen). Die andere Buslinie fährt ca. 4 mal täglich nicht ins Zentrum von Olbia, sondern direkt zum Flughafen. Die Tickets sind etwas aber nicht wesentlich teurer.Felsen Cabo Testa Sardinien
Bonifacio
In Santa Teresa di Gallura gibt es keinen Campingplatz. Der nächste ist im 15 km entfernten Porto Pozzo (Bus Olbia 1 €) und kostet pauschal 12 € pp.
Sehenswert ist das 5 km entfernte Capo Testa mit seinen rundgelutschen bizarren Felsformationen und tollen Sandstränden (Stadtbus oder Fussmarsch). Auf der halben Strecke nach Olbia liegt Arzachena mit pilzartiger Riesenfels (siehe Schild Fungo). Von besonderem Interesse ist aber eine an der Strasse zu Luogosanto (kein Bus ca. 5 km Fussmarsch) gelegene über 3000 Jahre alte steinzeitliche Grabstätte (Eintritt 3 Euro mit Führung, man kommt aber auch so rein) sowie eine ebenso alte Nuraghenburg (Eintritt 3,50 Euro). Weitere Grabstätten befinden sich noch in der weiteren Umgebung. Leider sind die Sarden bei weitem nicht so hilfsbereit wie es in den Reiseführern steht. In 3 Gaststätten durfte ich mein Rucksack nicht für ein paar Stunden zurücklassen, bwohl Platz war. Ein Kellner hat dann gesagt, ich solle ihn einfach vor der Gaststätte stellen, wenn keine Wertsachen drin sind. Der war mit seinen für Sardininien ungewöhnlichen Englischkenntnissen wohl auch total überqualifiziert für seinen Job. Nach der Tour stand der Rucksack unverändert dort, dass in Sardinien mehr geklaut wird, als in Deutschland, zählt wahrscheinlich auch zu den Vorurteilen.
Übernachtung: parc-corse.org,
Matrazenlager
Usciolu Hütte
Die Parkverwaltung will ein Vorbuchsystem etablieren, um die Massen vom Gr 20 besser zu organisieren oder vom Trail abhalten.
Es hiess anfangs 2009, man dürfe ohne eine Vorbuchung gar nicht auf den Trail. Dann sollte nur ein Matrazenlager in der Hütte vorgebucht werden müssen, mit dem Zelt könne man auch so kommen. Tatsächlich war zelten nie ein Problem, wenn recht viel Platz in der Hütte war, auch ein Matrazenlager nicht. Alles hat sich aber wohl noch einzuspielen und unterliegt der Änderung (deshalb bitte Handhabung ab 2010 mailen)Wild Zelten oder biwaken ist im Nationalpark in dem der GR 20 verläuft verboten und soll mit empfindlichen Geldbussen geahndet werden.
Wer Feuer macht, riskiert auf jeden Fall eine noch empfindlichere Geldstrafe, bei den letzten verheerenden Waldbränden auf Korsika auch verständlich. Diese hatten aber immer eine andere Ursache als Wanderer.Es gibt aber in Entfernung von Tagesetappen insgesamt 13 Hütten, die vom Nationalpark verwaltet werden.Man bekommt bei der Hüttenübernachtung (Matrazenlager, jeweils 10 Euro) oder beim Zelten an der Hütte (5 Euro) eine Quittung, die man bei evt. Kontrollen von Nationalparkrangern vorzeigen muss. Kontrollen hatte ich aber keine erlebt.
Exkurs: Wer erwischt wird, darf natürlich freiwillig keine horrenden Bussgelder (hier macht sich eine zweite Geldbörse nützlich) zahlen, den Ausweis rausrücken (ist dann im PKW im Fährhafen La Spezia) oder seine richtigen Personalien angeben. Denke das nach allgemeinen europäischen Regeln die Eingriffsbefugnisse der Ranger nicht so weit gehen, als dass sie das Gepäck mit Gewalt beschlagnahmen dürfen. Man habe nix gewußt, sei arm, müsse mit einem befreundeten Anwalt reden, verspricht aber, sich zukünftig an die Regeln halten. Bewährt hat sich in heiklen Situationen auch Freundlichkeit und vor allem Humor.
Vorbuchung
Ich hatte die Hütten per Internet mit Kreditkarte vorgebucht und dann Email als Bestätigung von jeder Hütte (jeweils doppelt und dreifach) zurückbekommen. Diese Email (man suche sich diejenigen aus wo hinter couchage: auch Matrazenlager aufgeführt ist) muss man als Bestätigung der Buchung an der Hütte vorlegen. Die Hüttenwirte selbst haben keine Unterlagen, wer vorbestellt hat. Die Buchung gilt nur für den bestellten Tag.
Wenn viel Platz war, wurde dennoch ein Tag früher oder später akzeptiert, wenn nur vereinzelt Plätze frei waren nicht (könnte ja noch ein Zahler kommen, liegt aber im Ermessen des Hüttenwarts) So schön das Vorbuchen mit Kreditkarte ist, schliesslich hat man eine Unterkunft sicher, so kann ein verknackster Fuss oder das Wetter den Wanderplan leicht aus den Fugen bringen. Zur Sicherheit sollte auch bei Vorbuchung ein Zelt mitschleppen, das kann man dann auch beim anschliessenden Strandaufenthalt gut brauchen.
Angeblich soll der Platz trotz Buchung vergeben werden, wenn man bis 19 Uhr nicht an der Hütte erscheint. Da dies nirgends erwähnt war, wäre das zwar Vertragsbruch, aber was soll man machen. Weiss nicht, ob das stimmt (mir bitte mailen!). Ich kam zwar manchmal nach 19 Uhr an, es war aber immer noch ein Plätzchen vorhanden. Für die Übernachtung in Vizzavona siehe: Vizzavona,Beachte:
Die Hütten sind durchnummeriert. Man lasse aber zwischen der Onda Hütte vor Vizzavona und der Hütte Prati zwei Tage Luft, wenn man kein besonders sportlicher Typ ist. Neben der Übernachtung in Vizzavona fällt noch die Übernachtung in Capanelle an. Für die doppelte Etappe war ich von 6.30 Uhr bis zur Dunkelheit um 21 Uhr unterwegs, zum Schluss kam noch 2 Std. Steigung und die schönere, aber längere Variante über den Mt. Renoso musste entfallen! Man erliege auch nicht der Versuchung zu meinen, man schaffe die erste Etappe locker in 5 Std. wie in Reiseführer beschrieben und laufe erst Mittags los. Viele brauchten hierfür 8-10 Std. und mussten wegen Dunkelheit biwaken. Im Dunkeln wäre es lebensgefährlich weiter zu wandern.Link für die Bestellung der Hütten: parc-corse.org,
Ausrüstung der Hütten:
Die Hütten haben neben einem Matrazenlager (ohne Decken) einen Aufenthaltsraum mit Gaskocher, elekrischen Licht, Töpfen und Geschirr, wobei mal in der einen Hütte die Messer, in der anderen die Löffel fehlen. Auch Streichhölzer zum Anzünden der Gaskocher sucht man meist vergeblich.Strom ist mittels Solarzellen zwar dort, aber keine Steckdosen zum Aufladen von Batterien etc. Internet ist nicht vorhanden.
Lebensmittel (auch Salz etc.) muss man mitbringen, nur Wasser gibt es aber in einer nahen Quelle. Es gibt Toiletten (aber kein Toilettenpapier) und kalte Duschen. Meist verkaufen die Hüttenwarte Brot, Käse, Nudeln, Getränke und Wein siehe unten: Verpflegung,
Verpflegung
TrinkenWasser
Wichtiger als Essen ist das Trinken unterwegs. In der Hitze hat man bei der Anstrengung einem enormen Wasserverbrauch von bis zu 5 l. Man muss entsprechend Wasser mitnehmen, und nachfüllen. Nicht überall sind Bäche oder Quellen. Man nutze jede Nachfüllmöglichkeit und nehme eine, am bestens aber zwei 1,5 l Plasteflaschen voll Wasser mit.
abends
Das recht herbe korsische Bier Pietra ist neben Hopfen, Malz und Wasser auch mit Hefe und Kastanienmehl gebraut. Geschmackssache, aber nach dem zigten Bier hat man sich daran gewöhnt. Erschwinglich ist aber eine Flasche Rotwein (1 Liter) vom Faß mit 6-10 Euro, Bier hingegen kostet zwischen 5-7 € die Dose (0,5 Liter), Cola 0,33l von 3 - 3,50 €.Essen
Es gibt keinen vernünftigen Laden auf der ganzen Strecke, auch nicht in Vizzavona oder am Col del Balvella. Einige Grundnahrungsmittel verkaufen die Hüttenwirte. Die Waren werden mit Helikopter angeliefert und sind entsprechend teuer. Brot 2-3 €, Päckchen Nudeln 2-3 €, Dose Thunfisch 2 €, Käse, Wurst 2-3 € 100gr., 1 Tomate (falls erhältlich) 1 €. Man sollte meinen die Läden an der Strasse in Vizzavona oder Col de Balvella hätten ein breiteres Angebot oder seien günstiger. Weit gefehlt, die Preise sind wie gehabt, eher noch teurer (Äpfel, Banane, Orange 4,50 € kg) und das Angebot bis auf etwas mehr Obst oft noch bescheidener.Es gibt auch Mahlzeiten an den Hütten, die 15-20 € das Menü oder 12,50 € Pasta kosten. Standard für ein Menü ist etwas Schweinesalami als Vorspeise, so gut wie immer Nudeln mit Tomatensauce und etwas Fleisch als Hauptspeise und ein winziges Stück Käse als Nachspeise. Frühstück kostet 6 Euro, das bedeutet ein kleines Stück Baguett, etwas Butter, Konfitüre und wahlweise etwas Kaffeepulver/ ein Teebeutel zum selber kochen. In Haut Asco gibt es ein Restaurant mit einem etwas besserem Menu (17 €). Unterkunft mit Abendessen und Frühstück sowie Getränke belaufen sich dann auf ca.50 Euro/Tag.
Wer es billiger haben will, der kann z.b. Fertiggerichte in Tüten auf Nudel- oder Reisbasis mitschleppen, die dann mit kochendem Wasser verrührt werden. Diese vorgeblich 2 Portionen ergeben dann eine Mahlzeit. Die sind durchaus geniessbar, wiegen ca. 200gr je Tüte, kosten im Discounter hier je ab 70 Cent. Zum Mitnehmen unbedingt an Teebeutel, evt Instant Kaffeepulver denken. In den Hütten lohnt es sich neben Brot den korsischen Käse und die Schweinssalami, beides sehr lecker, zu kaufen.Menuekarte Mori-Hütte
zum Lesen auf Bild/Karte clicken
Frühstück click to enlarge
Beschilderung
Der Weg ist durchwegs gut mit rotweissen Zeichen, die auf Felsen, Steinen oder Bäumen gepinselt sind und sich mindestens in Sichtweise, im Felsgebiet alle paar Meter, bei eindeutigem Weg spätestens alle 50 m befinden. Wer diese rotweissen Zeichen nicht mehr sieht, ist auf jeden Fall falsch gelaufen, was manchmal vorkommt und sollte unbedingt bis zum letzten Zeichen zurücklaufen. Besonders bei schwierigerem Terrain sollte man bei dem Weg der Zeichen bleiben, da diese einen sicheren Weg aufzeigen. Die alpinen Varianten sind mit zwei gelben Querstrichen gezeichnet, sie sind ebensogut ausgewiesen. Landkarten braucht man daher nicht. Viele nehmen gerne das Outdoorhandbuch vom Stein Verlag mit, der keine Karten, aber eine nette Wegbeschreibung enthält. Im Rother Verlag soll ein Wanderführer erscheinen, der schon seit Monaten erschienen sein soll. Der frz. Reiseführer enthält Landkarten, aber weniger Wegbeschreibung..GR 20 Wegzeichen,
GR 20 alpine Variante Wegzeichen
Literatur:
Rother, Korsika GR 20, 1. Auflage 2010, mit Karten, ISBN 978-3-7633-4353-9 14,90 €, wegen der Karten mit Abstand der beste Wanderführer, besser als der Stein
Hausmann, Wandern durch Korsika, ISBN 3928100505 mit allen Fernwanderungen, ebenfalls mit Karten, gut vor allem, wer auch andere Wege gehen will
Korsika GR 20, Outdoorhandbuch, Stein Verlag., 14,90 €, ISBN ?
Top Guides Randdonnee, GR 20, À travers la montagne Corse, ed. 2009, 15,20 € ( frz.),
Packliste
leichtes Zelt - falls Hütte belegt ist und sich bei Vorbuchung Verzögerungen ergeben
Schlafsack (keine Decken in Hütte), Regenzeug, Pullover, kurze Hose (besser zum Wandern), Badehose, Handtuch, Plastebeutel,
übliche Wäsche (bewährt hat sich bestimmte T-Shirts mehrfach während des Wanderns und andere nur während der Hüttenzeiten anzuziehen -spart-)
feste Bergschuhe mit geeigneter griffiger und stabiler Sohle, Sandalen (für Hütte), verstellbare Wanderstöcke (entlasten ungemein bei Auf- und Abstieg)
Klopapier (keins an den Hütten) Streichhölzer/Feuerzeug (fehlt häufig in Hütten), Taschenlampe/Kerze, Taschenmesser, Besteck, stabiler Plastebecher,
Sonnenschutzmittel, Sonnenhut, 2 leere Pastikflaschen je 1,5 l (für Wasservorrat), Tütenmahlzeiten, Tee, Kaffeepulver,
Pass, Kopien Hüttenbuchung, Ersatzbatterien für Digikamera, Handy (es gibt zwar Strom, aber keine Steckdosen zum Aufladen).
Was man nicht braucht: Kocher, Töpfe, Geschirr,to top
Handy, Internet etc.
Internet gibt es auf der ganzen Strecke nicht. In Bonifacio und Porto Veccio gibt es jeweils ein Internetcafé mit Preisen von 5-6 Euro/Std!
Der Handyempfang ist recht eingeschränkt, meist hat man kein Empfang. Dann hat man an einzelnen Stellen nur Empfang an bestimmten Orten.
Oftmals spielt auch das Handy eine Rolle, ob es klappt.to top
andere Wanderstrecken
es gibt weitere Wanderstrecken auf Korsika mit etwas weniger Steigungen, die aber auch keine Spaziergänge sind.
Es handelt sich um folgende Wege:
Mare e Monti Nord von Calenzana nach Cargese, 11 Tage, Markierung Orange, Gelegenheit im Meer zu baden. Wasser muss mitgeschleppt werden.
Mare e Monti Sud von Propriano nach Porticcio,
Mare e Mare Nord von Moriani Corte nach Cargese, 12 Tage, einfacher,
Mare e Mare Centre von Ghisonaccia nach Porticcio/Ajaccio, 7 Tage,
Mare e Mare Sud von Porto Vecchio nach Propriano, 5 Tage,
Sentier Corte - Ile Rousse
Links:
Hütten: parc-corse.org,
Transport: corsicabus.org,
andere Gr 20 Seiten: http://gr20.solak.de, gr20.siempretranquilo.de, gr20.de, walter-steinberg.de/Korsika/Korsika.htm, gr-infos.com/gr20.htm (frz. mit Karte)
Foren: korsika-forum.de, http://forum.korsika-aktuell.de,
private Seiten: korsika-aktuell.de, wartha.de (Information über andere Wanderwege, paradisu.ch,
Literatur: ffrandonnee.fr (Topo Guide Serie)
Korsika allgemein: korsika-urlaub.org, http://korsika.fr, paradisu.de, korsika-entdecken.de,
sonst: abenteuer-corsica.de (kommerzieller Wanderanbieter),
EtappenGr 20 Nord Calezana - Vizzavona
Der Gr 20 Nord gilt als alpiner als der Gr 20 Süd, als anstrenger und wohl auch schöner. Meines Erachtens sind die Unterschiede vernachlässigenswert, beide Wege sind anstrengend, anspruchsvoll und gleichermassen schön.Etappe 1
Calezana - Ortu di u Piobbu (alt 1520 m), 6-9 Std., 10 km, Höhenmeter: Auf 1.300 m, Ab 10 m Wasser: 1-2 Quellen im ersten TeilIn Calezana gibt es eine Gite d' Etappe und ein kleiner Spar Laden. Los geht es an einem allgemeinen Hinweisschild. Der Startpunkt ist zugleich Beginn des Mare Monti Trails. Es geht auf einem bequemeren Weg recht stetig doch recht stark bergauf. Zurück hat man Blicke auf Celzana und auf die Bucht von Calvi. Nach einer Weile wird der Weg nass bis man zu einer Quelle kommt, die leicht Wasser aus einem Rohr gibt. Hier unbedingt Wasser nachfüllen. Später kommt man an der Kreuzung zu der Wanderstrecke Mare et Monti. Hier geht es etwas links runter und dann auf etwa gleicher Höhe weiter bis zu einem Bachlauf und später zu einem hervorragenden Aussichtpunkt. Wäre perfekt zu biwaken, falls es erlaubt wäre. Dann geht es in Serpentinen ca. 1-2 Std weiter recht bequem herauf, bis ein noch besserer Aussichtsplatform kommt. Anschliessend geht es leicht durch einen Wald bergab, dann ein wenig gerade und die Kletterei beginnt. Die ist aber hier noch recht kurz und es kommt die dritte Plattform. Von hier geht es wieder etwas bequemer auf gleicher Höhe in ca. 1 Std zur ersten Hütte.Start in Calazena
Blick auf Calvi click to enlarge
Alternativen
Es gibt noch die Möglichkeit des Einstiegs über den Tra Mar e Monti südlich von Bonifatu, wo eine Gite d' Etape ist. Der Anstieg soll leichter sein, insgesamt bringt es aber wohl kaum Vorteile, wenn schon GR 20, dann schon von Anfang an. Und so dramatisch ist der Anstieg in der ersten Etappe auch nicht.
Noch weniger ratsam halte ich es, eine Abkürzung zur Spasimata Schlucht zu nehmen und die 2. Etappe auszulassen. Die Aussichten vom Sattel am 2. Tag gehören zu den herausragenden Highlights des GR 20.
Etappe 2
Ortu di u Piobbu - Carrozzu (alt 1270 m) 7-10 Std., 8 km, Höhenmeter: 1.000 m, auf 680m , ab 1000 m Wasser: 1-2 Quellen beim Aufstieg
Eine sehr lange, aber auch anstrengende und später dann landschaftliche sehr schöne Etappe. Es gibt ein- bis zwei Wasserquellen im ersten Drittel des Weges.. Zunächst geht es etwas bergauf, dann bergab zu einer Wasserquelle. Dann folgt ein langer Aufstieg einstündiger Aufstieg zu einem Sattel. Irgendwann oben am Aufstieg geht es nach links an einer weiteren Wasserquelle aber spärlichen Wasserstelle vorbei. Nach einem kurzen Zickzack gerät man auf eine Aussichtsplattform. Hier gibt es einen sagenhaften Blick auf die umliegenden bizarren Berge. Wer denkt, die Kletterei ist vorbei, irrt. Nach links geht es dann mit der Kletterei erst richtig los, das dauert aber nicht lange. Von einem anderen Aussichtspunkt sieht man in der Ferne eine Scharte, durch die es später geht. Allerdings muss man dann noch ca. eine Stunde links und rechts des Grates weitergehen, bis es dann hinab, dann wieder etwas links hinauf muss. Dann endlich folgt der etwa 1-2 std. Abstieg, der recht zügig von dannen geht. Die Herberge liegt dann im Wald.Cinto Bergmassivclick to enlarge
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Etappe 3
Carrozzu - Ascu Stagnu (alt 1422 m) 5-7 Std., 6 km, Höhenmeter: auf 800 m, ab 650 m Wasser: keine Quellen
Die Etappe ist diesmal weniger anstrengend. Allerdings gibt es keine Quellen, man nehme genügend Wasser mit. Nach der Hütte folgt recht schnell eine Schaukelbrücke über den Spasimata Fluss, anschliessend wandert man die Schlucht hoch. Auf den riesigen flachen Granitplatten geht es recht zügig bergauf. Bei Regen ein vielleicht gefährlicheres Unterfangen. Wenn das Ende der Schlucht erreicht wird, biegt der Weg ein wenig nach links ab, bevor es weiter bergauf geht. Nach einigen weiteren Steigungen kommt man an dem See Muvralla vorbei. Hier ist das Baden verboten, allerdings soll ein Bad dennoch sehr erfrischend sein.Spasimata Schlucht click to enlarge
In dem stillen Gewässer können sich Fäkalienbakterien generell besser verbreiten, als im fliessenden Gewässer. Allerdings sind die Quellen einer Verunreinigung in der Höhe auch gering, so dass zumindest ich, das Wasser aus dem See dort gut verkraftet hatte. Nachahmung auf eigenes Risiko.
Nach dem See geht es noch ein klein wenig bergauf, zu einer Scharte. Dort muss man etwas nach rechts, dann etwas hinab und links wieder zu einer andere etwas höher liegendere Scharte hoch. Hier muss man auf die etwas versteckten Zeichen achten und darf nicht gleich hinabsteigen. Von dieser Scharte sieht man im Tal schon die Gebäude von Haut Ascu. Obwohl alles recht nah erscheint, dauert der Abstieg zwischen 1 bis 2 Std.Haut Ascu liegt an einer Strasse. In der Refuge gibt es einen Shop, sowie Vierbettzimmer. Gegenüber der Refuge sind mehrere andere Gebäude unter anderem ein Hotel mit einer Aussichtsterrasse und einem Restaurant. Das Menü (17 Euro) ist zwar nicht so herausragend, wie in manchem Reiseführer beschrieben, für den Preis aber ok. Jedenfalls mal was anderes als Pasta. Das Menü um 19.30 Uhr muss vorbestellt werden, bei mir reichte eine Stunde vorher aus. Man probiere auch den Pastis, der kam hier nur 1,50 Euro.
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Etappe 4
Ascu Stagnu - Tighjettu (alt 1683 m), 5-7 Std., 10 km, Höhenmeter: Auf 1150, Ab 880 m Wasser: 1 Bach vor dem KesselDie gefürchtete Etappe durch den Kessel des Cirque de Solitude, eher ein Klettersteig als ein Wanderweg. Alles aber nicht wesentlich schlimmer als am zweiten Tag, schafft eigentlich jeder. Zunächst geht es aber erst eine Stunde ganz gemütlich durch Wald und später entlang eines Baches durch ein Tal. Wenn der Bach oben in der Nähe ist, besteht die letzte Gelegenheit Wasser zu nehmen. Man gelangt zu einen Sattel und sieht beim Zurückschauen einen kleinen See. Dann geht es etwas eine Scharte hinauf und dann kann man in den Kessel mit den anfangs mit 2 hintereinander folgenden Ketten gesicherten Abstieg hinabschauen und zuschaun wie sich die Mitwanderer die Ketten hinunterhangeln. Das Stück was man hinabgeht muss man dann links wieder hinauf. Auch hier kommt erst eine kleine Leiter und anschliessend nacheinander 2 Ketten. Aber das ist eher einfacher als vorher. Wenn dann alles geschafft ist, ist der Abstieg durch die Geröllfelder zur Hütte Tighjettu ein Klacks. Aber Vorsicht, gerade dort wo es einfach ist, knickt man am ehesten um. Es empfiehlt sich früh loszulaufen, dann kann man an den sich in den nahe der Tighjettu Hütte befindlichen Badegumpen einen schönen Badetag verbringen. Ewas weiter unten gibt es noch ein privates Refugio, die Bergeries de Vallone.Cirque de Solitude click to enlarge
Wer schnell durch den Cirque de Solitude kommt, kann eine Doppeletappe laufen. Allerdings folgt dem dann eine weitere anstrengende Etappe.
Etappe 5
Tighjettu- Ciottulu (alt 1991 m) 4-6 Std., 13 km, Höhenmeter Auf 620 Ab 200 Wasser: kein Problem, genügend BachläufeDie wohl am wenigstens anstrengende Etappe auf dem GR 20 zu der am höchsten gelegenen Hütte. Es geht in einem riesen Bogen erst durch Wald und zum Schluss mit ein wenig klettern, etwas steiler hinauf zu einem Sattel. Hinter dem Wald laden zwei Badegumpen zur Erfrischung ein. HInter dem Sattel geht es noch in einem weiteren kleinen Bogen nach rechts zur Ciotullu Hütte. Die hat einen phantastischen Ausblick. Der Hüttenwirt war etwas mürrisch. Wer ganz früh dran ist, der kann überlegen, ob er nicht noch 1-2 Std weitergeht zu einem tollen Badegumpen und dort biwakt. Allerdings verpaßt man dann das Verweilen mit der tollen Aussicht am Abend vor der Hütte. Die nächste Etappe ist jedenfalls sehr lang!Blick von der Ciotullu Hütte click to enlarge
Etappe 6
Ciottulu - Manganu (alt 1601 m), 7-10 Std., 26 km, Höhenmeter Auf 670 Ab 1050 Wasser: kein Problem
Die km längste, sehr abwechslungsreiche, besonders schöne und streckenweise recht angenehm zu gehende Tour. Zunächst geht es recht flott von der Ciottulu Hütte hinab entlang des Golo Baches, der schöne Badegumpen gebildet hat. Die schönste Badegumpe ist (nach ca. 1,5 Std.)dort, wo man den Bach zum zweiten Mal quert, dahinter kommt gleich die Bergeries da Radule. Hier kann man sich setzen und etwas trinken (z.b frische Ziegenmilch 2 € Becher) oder (nur abends) Crepes essen. Die weitere Wanderung durch den Wald zum Hotel-Restaurant Castel d' Verghio (Zimmer ca. 60 €) mit Campinggelegenheit im Wald, aber nicht schön), das an einer Strasse gelegen ist. Alte Skilifte zeugen von einem aufgegebenen Skigebiet.Im Restaurant gibt es einen kleinen, nicht ganz so teuren Shop, hier hatte ich vor allem bei den Tomaten und Obst zugeschlagen. Das Essen im Restaurant (Menü 23 €) ist zwar nicht günstig, soll aber gut sein.Lac de Nino click to enlarge
Ein kleines Stück der Strasse lang, am Hotel vorbei und dann geht es rechts durch einen bequeme Wanderweg inmitten eines schönen Waldgebietes durch, und das immer flach. Dies endet plötzlich und die Schilder schicken einen den Berg in Serpentinen hoch zu dem Sattel Bocca San Pedru (1452m) mit der kleinen Kapelle. Nun geht es nach links weiter hoch auf den angrenzenden Hügel, dann links entlang den Grat hoch, später in Serpentinen. Oben angekommen, muss man noch zweimal um den Grat herum, bevor man in der Ferne einen weiteren Sattel (Bocca da Rete) und das beginnende ferne Grasland sieht. Zwischen Bocca San Pedru und Bocca da Rete sind es nochmals gut 2-3 Stunden Marsch. Hinter Bocca da Rete fängt das Grasland an und es geht recht rasch hinunter zum Lac de Nino. Unter weiden verwilderte Pferde auf dem sattgrünen Gras rund um den etwa 500 m und 200m breiten See. Unten am See ist auch eine Wasserquelle (Rohr). Es ist alles idyllisch, eine Stelle zum Verweilen.
Hinter dem See geht es ca. 1-2 Std. etwas hinab zu den Bergeries da Vaccaghia. Der Weg ist wegen Geröll nicht mehr ganz so bequem, aber geht mitunter durch einen wunderschönen Zauberwald mit alten, dicken verkrüppelten Bäumen. An den Bergeries da Vaccaghia kann man eine Pause machen, sitzen und z.b. eine Cola kaufen und auf die in der Ferne befindliche Hütte Manangu schauen. Hierzu muss man noch eine flache Ebene und einen kleinen Aufstieg bewältigen (jeweils ca. 20 min.)
Etappe 7
Manganu - Petra Piana (alt 1842 m), 7-9 Std., 13 km, Höhenmeter Auf 870 Ab 630, Wasser: genug Quellen; Bäche
Eine wirklich klassische, anstrengende aber auch schöne Etappe mit viel auf und ab, Fels und Geröll. Vom Refuge geht es erst mal kurz hinauf zu einem Kessel. Dann geht es steiler hoch zum Kesselrand, unterwegs bediene man sich am besten an der Quelle. Nach 2-3 Std. hat man dann den Kesselrand und die Breche de Capitellu in 2225 m erreicht. Traumhafte Blicke hinunter auf den Lac Capitellu und Lac de Melu. Dann geht es immer entlang des Grates, etwa 1-2 Std. an einer zweiten Scharte vorbei, bis zum Bocca Soglia in 2206m. Alles ist mit viel Kletterei verbunden. Hier führt ein Weg hinab zu den Seen nach Corte. Dann geht es links hinab und dann wieder etwas auf gleicher Höhe parallel zum Berg. Hier sind weitere Quellen und Bäche. Am Schluss geht es über riesige Felsen und nach einem kurzen Stück geht es dann kurz, aber recht steil hinauf zur Bocca Rinosa. Oben angekommen ist es schön flach und nach einer dreiviertelstunde steht man an der Bocca Muzella. Von hier geht es ganz langsam nach links hinab, bis das der Weg nach links abbiegt und steiler nach unten zur Hütte führt.Lac Capittelu click to enlarge
Etappe 8 alpine Variante
Petra Piana - Onda (alt 1430 m) ,4-6 Std., 13 km, Höhenmeter Auf 500 Ab 900 (Talvariante) Wasser: kein Wasser bei der alpinen VarianteHier hat man die Wahl zwischen der alpinen Kamm- und der Talvariente. Letztere ist der heute offizielle Weg. Ich nahm die alpine Variante.Gratwanderung click to enlarge
Diese zweigt kurz hinter der Refuge vom Gr 20 ab, sie ist gut mit den beiden gelben Balken ausgezeichnet. Sie sool sowohl streckenmäßig, als als auch zeitlich kürzer sein, dazu sollen weniger Höhenunterschied zu bewältigen sein. Da es aber dafür andauernd auf und ab geht, bezweifele ich die beiden letzteren Aussagen. Die Kammvariante bedeutet viel Kletterei, bietet aber viele schönen Ausblicken in benachbare Dörfer bis zum Meer.
Die Talvariante führt zunächst steil unter ins Tal, dann geht der Weg lange durch Wald, vorbei an Badegumpen. Am Schluss geht es dann wieder steil hoch zur Hütte.
Die Bergeries de Tolla sind geschlossen, jedenfalls kochen die alten Herrschaften nicht mehr.
Für die Talvariante sprechen die Badegumpen und der einfacher zu begehende Weg durch den Wald. Für die Kammvariante die tollen Aussichten.
Etappe 9
Onda - Vizzavona, Talvariante 5-7 Std., 10 km, Höhenmeter Auf 700 Ab 1200 Wasser: anfangs nicht, später kein Problem
Wieder eine etwas stressfreiere Etappe. Nach der Ondahütte quert man den Wanderweg Mare a Mare Nord, der orange ausgezeichnet ist. Anschliessend geht es steil, aber bequem (anstrengend, aber keine Felsklettereien) bergauf zum Punta Murello. Von dort geht es etwas seitlich hinab und es kommt der Abzweig der alpinen variante über den Mt. d' Oro. Dann geht es hinab ins Tal, sich immer mehr dem Fluss nähernd. Wenn man nach langem Abstieg ins Tal abgestiegen ist, kommt eine Holzbrücke, der erste Badegumpel der Cascade d' Anglais. Diese ziehen sich noch hin, es folgen im weiteren Verlauf noch mehr Badegumpen, die von der Strasse von Vizzavona gut ereichbar und auch gut besucht sind. Es handelt sich also nicht um eine zentrale Sehenswürdigket, wie ich annahm. Zuletzt kommt ein Imbissbar, mit horrenden Preisen und das Essen ist auch wenig und nicht besonders. Nun kann man nach Vizzafona dem Gr 20 folgend absteigen, oder von der Bar aus den ungeteerten Weg zu der Häuseransammlung am Hotel Monte d'Oro machen. Hinter dem Hotel ist eine Gite d' Etape mit Unterkünften ab 11 Euro (diese oft mit eigenem Zimmer aber kalter Dusche im Anbau). (Halbpension kostet ab 30 Euro). Ich hatte mir erst einmal in der Bar eine Pizza (7,50 Euro, vier Käsesorten) bestellt, habe dort übernachtet und bin mal die Strasse nach Vizzavona (30 min) runter. Den Weg nach Vizzavona war nur insoweit nützlich, hierüber berichten zu können.Badegumpe Cascades Anglais
Vizzavona links Bahnhof, rechts und links Bars click to enlarge
In Vizzavona gibt es nicht mehr als wie das Bild oben zeigt, bis auf ein weitere Pension neben dem Standort des Fotographen. Hinter dem Bahnhofsgebäude gibt es einen recht hässlichen Campingplatz, im Bahnhofsgebäude ein kleinen Laden, mit Hüttenpreisen übersteigendenm Preisniveau. Dazu wenig Auswahl. Also nix nachmittags mit frischen Baguettes, Zeitung etc. Die Übernachtung in Matrazenlager in den drei Pensionen kostet 34 Euro, Frühstück und ein Mahl abends ist darin enthalten. An Essen das übliche, eher Pasta als französische Hausmannskost. Wer ein Zimmer möchte, zahlt um die 70 Euro. Die Gite d' Etape am Hotel Mont d' Oro ist jedenfalls vom Preis - Leistungsverhältnis besser.alpine Variante über den Mt. d'Oro
300 m Höhenmeter mehr um auf den Mt.d' Oro zu klettern. Das dauert knapp zwei Stunden. In vier weiteren Stunden ist man bei recht anstrengenden Abstieg nach Vizzavona. Der Berg ist schon beeindruckend. Allerdings verpasst man die Cascade d' Anglais. Ein Paar hat den Rucksack am Abzweig gelassen und ist daher nur auf den Mt. Oro rauf. Da ich die Variante nicht gegangen bin, weiss ich nicht ob es sich lohnt.Ausflug nach Corte oder Ajaccio corsicabus.org,
Von Vizzavona fahren täglich Züge nach Corte und Ajaccio. Eine Unterbrechung der Wanderung ist bei Zeit überlegenswert. Die Fahrt nach Corte kostet ca. 5 Euro einfach. Corte hat aller Art von Unterkünfte (Zelt, Gite, Pension) und ist auch mit seiner Burg und verwinkelten Altstadt sehenswert. Es gibt auch einen Supermarkt dort und es soll auch ein Internetcafe geben. Nachmittags hin und früh morgens zurück, durchaus überlegenswert. Da die nächste Etappe ohnehin kurz ist, würde es auch reichen, mittags zurückzufahren. Ich würde das beim nächsten Mal so machen. Ajaccio ist größer, aber weniger sehenswert. Es gibt aber Strände in der Umgebung.
Gr 20 Süd Vizzavona - Conca
Wer meint, der Südteil sei weniger anstrengend als der Nordteil, der irrt. Meines Erachtens sind die Unterschiede vernachlässigenswert, beide Wege sind anstrengend, anspruchsvoll und gleichermassen schön.
Etappe 10
Vizzavona - Capannelle, 5 Std., 13 km, Höhenmeter Auf 860 Ab 200 Wasser: kein Problem, Quelle vor Bocca Palmenti, danach Bäche.Eine kurze unspektakuläre Etappe mit schönen Ausblicken. Die Hütte Capanelle kann nicht vorgebucht werden. Etwa 100m vor dem Hotel Monte d' Oro (diese Variante bin ich gegangen) in Richtung Vizzavona an der Halle hinten, zeigt ein Schild zum Gr 20 und zum "Sentier de Femme". Diesen Weg folgt man immer auf einer Höhe bleibend, bis ein weiteres Schild Gr 20 kommt. Als Anhaltspunkt dienen auch blaue oder gelbe Punkte. Später überquert man einen größeren Bach, wenig später geht es dann in Serpentinen rechts einen Berg rauf. Alles gut durch Wald zu laufen. Letztlich trifft man wieder auf den GR 20 (von Vizzavona aus auch auf Forstwegen). Wenig später verläßt man den Wald und steigt zum Bocca Palmenti hinauf. Es geht dann kurz abwärts und dann immer seitwärts auf bequemen Waldwegen und ohne nennenswertes Auf und Ab bequem an der Bergerie Cardu vorbei bis zur Bergerie Scarpacceghje (kein Imbiss oder Getränke) führt. Nach etwa einer Viertelstunde wird es wieder anstrengend, eine halbe Stunde sehr steiler Aufstieg. Oben angekommen noch ein kurzes flaches Stück, bis der Weg eine Autostraße erreicht. Der Gr 20 geht eigentlich ein Stück der Straße rechts hoch und biegt dann nach links. Am besten geht man aber die Strasse links runter zur Gite d' Etappe und erspart sich unnötige 20 Min Kletterei zur kleinen Refuge Capannelle, die 100m über der Gite d'Etape mit Restaurant, Aussenterrasse und kleinem Shop liegt. Die Refuge Capannelle kann nicht im Internet vorgebucht werden. Wer zeitig in Vizzavona losläuft, wird um Mittag dort sein. Vorsicht vor einer Doppeletappe! Ich schaffte diese nur knapp und kam im Dunkeln an der Hütte Prati ( war von 6.30 - 21 Uhr unterwegs!) an. Man kann natürlich auch nur bis zur privaten Hütte am Bocca di Verdi laufen. Dann hat man aber zur nächsten wirklich anstrengenden Etappe zusätzlich den 2 stündigen Aufstieg bis zur Prati Hütte. Ich würde lieber mal eine Etappe lang etwas weniger laufen und am nächsten Tag die alpine Variante anstatt den langweiligere Talvariante zur Prati Hütte nehmen.mal ein bequemer Waldweg click to enlarge
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Etappe 11
Capannelle - Prati Talvariante (alt 1820 m), 6-8 Std., 14 km, Höhenmeter Auf 860m Ab 200m , Wasser: kein ProblemGanz am Anfang muss man sich für die alpine oder die Talvariante entscheiden. Die Talvariante war jedenfalls langweilig. Sie führt hinab zu den Bergeries de Traghjetes, dort biegt man vor den Gebäuden nach links ins Tal ab (Weg nicht verpassen) und erreicht wenig später wieder die Autostraße mit einer Brücke über den Fluss. Dann geht es ganz bequem ohne nennenswerte Steigungen, aber auch recht langweilig immer durch den Wald, quert zwei Bachläufe und gelangt zu einer Lichtung mit alten Bäumen und wenig zu einer anderen mit malerisch verstreuten Bäumen auf dem Plateau de Gialgone. Hier trifft die alpine Variante wieder auf den rot weiss markierten Gr 20.Kurz vor Prati click to enlarge
Es geht dann wieder durch Wald hinab zu einer Hängebrücke über den Marmano Fluss. Danach folgen riesige Kiefernbäume, es geht etwas hoch und dann schnell runter bis zu einer Parkbucht mit Schildertafeln. Man folgt den Weg links abwärts und bald wird die Strasse am Col de Verde erreicht, wo sich auch die Refuge San Pedru mit Restaurant befindet (Zimmer, auch Matrazenlager für 13 Euro incl. Warmdusche!). Danach folgt der lange und anstrengende, aber mit wenig Kletterei verbundene 2 Std. Aufstieg zur Palirihütte. Zunächst sanft auf einem breiten Waldweg, dann im Zickzack steil hinauf, dann im Zickzack ein flacheres Stück (hier auf Zeichen achten), wieder im Zickzack durch einen Wald steil hinauf und anschliessend quer auf offenem Gelände hoch auf den Sattel. Von dort hat man einen schönen Ausblick. Es sind nun noch 20 Min. bis zur Hütte, so flach und bequem, das ich den Weg ab hier gefahrlos auch im Dunkeln fand.
Die alpine Variante über den Mt. Renoso (2345m) dauert etwa 2 Std. länger und soll im Aufstieg unproblematisch sein, im Abstieg aber Stellen haben, die wegen Geröll und Felsen anstrengend sind. Keinesfalls bei schlechtem Wetter diese Variante nehmen.
Etappe 12
Prati - Usciolu (alt 1750 m), 6-8 Std., 12 km, Höhenmeter Auf 700 m Ab 800 m, Wasser: 1-2 QuellenEine anstrengende Etappe mit Ausblicken aber mit bekannter Gratwanderungskletterei. Die nächsten Etappen bieten mehr Abwechselung. Anfangs geht es zig mal kurz auf und ab entlang eines Grates. Nach ca 3,5 Std. Kletterei kommt man runter auf ein Plateau, an dem zum Schluss der Monte a Mare Centre kreuzt. Es geht noch eine Viertel Stunde bequem weiter, vorbei an einer Quelle, die etwa abseits liegt (beschildert). Dann geht es wieder steil in Serpetinen bergauf. Zwischenstück ist ein weiteres kleines Plateau, dann eine weitere Zick-Zack Steigung und weitere Kletterei entlang eines Grates. Nicht schwierig, hier aber dennoch aufpassen, das man nicht stürzt. Dann endlich zunächst ein sanfter und dann ein kurzer aber knackiger Abstieg zur Hütte.Blick auf umliegende Dörfer click to enlarge
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Etappe 13
Usciolu - Asinau (alt 1530 m), 5-9 Std., 13 km, Höhenmeter Auf 900m Ab 1100 m, nur am Anfang und am Ende kein WasserHeute eine tolle abwechslungsreiche Wanderung, die am Ende die Besteigung des Mt. Alcudina 2134m beinhaltet. Zunächt geht es wie gehabt so 2- Stunden entlang eines Grates, dann aber steigt man ab, zunächst durchWald, kommt an eine Quelle vorbei und wandert dann etwa 1, 5 Std sehr bequem über die grünen Hochfläche des Plateau de Coscione. Hier ist es sehr schön, man denkt es könnte gleich ein Ritter oder ein Einhorn um die Ecke biegen. Man üerquert einige Bäche und gelangt letztlich an eine Schaukelbrücke. Jetzt beginnt der Aufstieg zum Mt. Alcudina, erst im Zick Zack durch Wald, hier tankt man an der Quelle noch mal Wasser nach. Obrhalb der Quelle sind die Ruinen der alten Refuge I Pidinelli, hier ist zelten erlaubt.Gratwandern
Plateau Coscione -Zauberwald- click to enlarge
Der folgende Aufstieg auf den Mt. Alcudina ist recht einfach, es geht zwar immer bergauf, aber man muss wenig klettern. Oben am Gipfel steht ein umgefallenes Betonkreuz. Nach dem Gipfel folgt bald ein recht steiler, die Knie belastender, insgesamt unangenehmer Abstieg zur Hütte. Aufgrund der Müdigkeit aufpassen, nicht umzuknicken etc.to top
Etappe 14
Asinau - Paliri (alt 1055 m) alpine Variante 3 km Höhenmeter Auf 450 m Ab 900 m, Wasser: kein ProblemZunächst steigt man kurz von der Hütte ab und kommt an eine Badegumpe vorbei. Kurz reinspringen lohnt sich, um für die alpine Variante gerüstet zu sein. Auch wenn man das Klettern Leid ist, sollte man diese wählen. Mir war so und hatte das nicht bereut, überredet worden zu sein.Die Talvariante ist auch mit Kletterei über Felsen verbunden und dauert nicht kürzer. Der Einstieg über die alpine Variante ist nach einer weiteren Stunde Marsch schön ausgeschildert. Es geht stetig bergauf aber leicht zu begehen im Zick- Zack im Wald hoch und dann schräg rechts zu einem Plateau mit schöner Aussicht auf das Balvella Massiv und auf die umliegenden Bergtürme. Dan geht es in weiten Bögen an zwei Türmen vorbei. Jetzt folgt wieder eine Kletterstelle mit einer Kette, die von weitem schwieriger aussieht als sie tatsächlich dann ist. Das wars aber auch. Noch einmal etwas herab und im Zickzack etwas bergauf, schon folgt der einstündige Abstieg zum Col de Bavella. Hier gibt es eine Marienfigur und weiter unten einige Restaurants. Alles auf sehr hohem Preisniveau, ebenso der kleine Shop mit geringer Auswahl. Hinter dem Restaurant in der Kurve geht es dann zunächst recht moderat weiter. Anschliessend ist noch ein knackiger Aufstieg und ein längerer Abstieg zur Paliri Hütte bewältigen. Ab dem Col de Bavella ist man nochmals gut 2 Std. unterwegs. Die Hütte liegt dann aber auch in sehr schöner Lage. Man vergesse nicht so 200m vor der Hütte seine Wasserflaschen aufzufüllen, eine andere Wasserquelle gibt es an der Hütte nicht.Balvella Massiv click to enlarge
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Etappe 15
Paliri (alt 1055 m) - Conca, 6-8 Std., 13 km, Höhenmeter Auf 1 Ab Wasser: kein ProblemZum Abschluss noch mal wie am Vortag eine wunderschöne Etappe. Gerade die ersten beiden Stunden Wanderung im Balvella Gebiet, bietet eine der schönsten Ausblicke auf dem ganzen GR 20 (siehe auch 4 Fotos ganz oben, Bild oben/rechts). Am Ende des bequemen und flachen Panormaweges geht es kruz und knackig bergauf und man gelangt an ein anderes schönes Landschaftsbild, lauter rundgelutschte Felsen und riesige Steinplatten, auf die man leicht abwärts läuft. Nun im zweiten Teil des Weges geht es dann auf einen Hohlweg mit kleinem Geröll bergab, vorher an den Ruinen der Bergerie Cappedu (biwaken hier erlaubt) vorbei Man gelangt an das Flüsschen Pinzuta, überquert es, geht ein Stück parallel und steigt wieder zur Überquerung des Flusses hinab, wo sich zwei Badegumpen befinden (sind nicht zu verfehlen).rundgelutsche Felsen
nur noch hier durch und kurz ab click to enlarge
Jetz der wirklich letzte nennenswerte Anstieg und oben angelangt sieht man auch schon bald das Meer. Jetzt folgt ein 1-2 Std langer etwas eintöniger Marsch etwa auf gleicher Höhe entlang eines Berghanges bis zur Scharte auf dem obigen Bild, durch die man durch muss. Die sieht aus wie ein Victory Zeichen, als würde die Bewältigung des GR 20 honoriert. Der Abstieg von 45 Min auf einen Hohlweg, der mit groben Steinen geplastert ist, ist unbequem, aber man kommt schnell vorwärts.
Das Ende an einer Teerstrasse ist eine Enttäuschung. Nur ein handgemaltes Schild weist auf den GR 20 hin.Conca
Man geht die Dorfstrasse entlang so 15 Min. und kommt in Conca an einer Bar ohne Restaurant vorbei. Im Ort gibt es eine grosse Kirche, ein Geschäft habe ich nicht gesehen. Schnell ist man aus dem Ort und gelangt am Ortsausgang zur Gite d' Etape "La Tonelle" von dem um 8 Uhr und 13.30 Uhr ein Shuttlebus (corsicabus.org ) nach Sainte Lucie de Port Vecchio bzw. Portovecchio fahren soll. Das Gite sieht irgendwie nicht einladend aus, es lockt das Meer. Bei uns (drei Kerle ohne Rucksack) hat Trampen geklappt.Badeaufenthalt
Pinarellu
etwa 5 km von Sainte Lucie de Porto Veccio entfernt. Kein Bus, laufen oder trampen. Es gibt direkt am Ortseingang von Pinarellu einen Campingplatz. Wenn man ca. 2 km weitergeht (im Ort erst rechts, später links ausgeschildert) kommt man zum Campingplatz California ( 14 Euro eine Person mit Kleinzelt ), der soll besser als der im Ort sein, liegt direkt an einem schönen Sandstrand (kaum Schatten, etwas Schatten im abgetrennten FKK-Bereich). Der Campingplatz hat ein Restaurant mir ortsüblichem Preisniveau, Essen u.a Pizza ist ok.Strand Pinarellu
andere Strände
Die Strände bei Faves sollen nicht so der Hit sein. Ein anderer empfohlener Strand ist 42 km in Richtung Ajaccio, Roccapina 4 km von der N 196 entfernt mit kleinem Campingplatz (Bus Porto Vecchio- Ajaccio)to top
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