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Golfplatz Par / Handicap  Schläger Bälle Schlagtechnik
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Idee des Golfsports:
ist es einen kleinen weißen Ball mit einem Schläger vom "Abschlag"("Tee")  in ein 50 - 700 Meter entferntes "Loch" zu befördern und dabei möglichst wenig Schläge zu benötigen. Ein Golfspiel bzw. ein Golfplatz besteht meist aus 18 (oder neun) verschiedenen Löchern.  Eine Partie kann als Einzelspieler oder als Team gewertet werden.

 

Der Golfplatz:
 

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besteht aus mehreren, meist 9 oder 18 grünen Rasenflächen, die "Bahnen" oder auch "Loch" (z.b Loch 7) genannt werden, denn  jede Bahn hat ein Loch und jedes Loch eine Bahn. Jede Bahn meist etwa 100 bis 500 m lang. Die meisten Golfplätze weisen je vier kurze Par -3-Bahnen, vier lange Par-5-Bahnen und zehn mittlere Par-4-Bahnen auf. Par ist die idealerweise benötigte Anzahl der Schläge zum Loch.

Am Anfang befindet sich der "Abschlag" oder "Tee" genannt und am Ende das "Grün", das Rasenstück um das Loch mit der Fahne, in dem der Golfball versenkt werden muß.  Dieses Grün besteht aus plattgewalztem, kurzem und dichtem Rasen, auf dem der Ball sehr gut rollt. Das 19. Loch ist das Clublokal.

Das Spiel rund um das Grün wird "Approach" (Annäherung) ans Loch bezeichnet.

Am "Abschlag" oder "Tee" steht ein Schild über die Distanz und den Verlauf zum Loch nebst Zeichnung, dann das Par und das Handicap (Erklärung unten).
 

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Der "Damenabschlag" befindet sich meist einige Meter vom Herrenabschlag in Richtung Loch entfernt.

"Tees" sind auch die kleinen Stifte, von denen die Bälle abgeschlagen werden (dürfen).

 
Grün


Das "Loch" von 10,8 cm Durchmesser und 10 cm Tiefe ist mit einer Fahne versehen.  Diese wird beim "Putten", dem Einlochen vom Grün, herausgenommen. Ein "blindes Loch" kann vom Abschlag nicht gesehen werden, Richtungszeichen weisen aber zur Schlagrichtung.

"Fairway" ist die kurz geschorene Wiese, die ideale Strecke zwischen Abschlag und Grün bzw. Loch. Um den Fairway herum befindet sich das "Rough"(engl.: rauh, grob). Es ist eine Wiese mit höherem Gras, von wo aus die Schläge schwieriger zu schlagen sind als vom Fairway.

Jenseits des "Rough" ist das "Aus" oder auch "Out of bound", welches durch weisse Pfosten gekennzeichnet sind. Wer ins "Aus" spielt, muss nochmal von der selben Stelle spielen, von der der Spieler in's "Aus" geschlagen hat. Und ein Strafschlag kommt noch extra hinzu, so dass man mit einem Aus-Ball also zwei Schläge "verliert".

Neben dem Rough gibt es noch Schikanen wie Sandgruben "Sandbunker"("traps") , "Wald", "Bäume", "Biotope" und "Wasserflächen".

Schläge aus dem Sandbunker erfolgen, in dem die Schlagfläche  des "Sandwedge" durch den Sand geschlagen wird. Der Ball wird so eher gehoben als geschlagen.

"Driving Range": sie befindet sich am Rande des Golfplatzes. Es ist der Übungsplatz zum Abschlagen ( sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene). Der Übende erhält (oder zieht aus einem Automaten) einen Eimer von Golfbällen (kostet meist 1-2 Euro pro Eimer = 20-30 Stück) und kann das Schlagen üben, zur Schonung des Bodens meist von Gummimatten aus.
 

Driving Range


Der "Greenkeeper" ist der Gärtner und Hausmeister, der den Golfplatz in Ordnung hält. Er verkauft auch oft gebrauchte Golfbälle, die er bei seiner Arbeit findet.

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Allerlei Vögelei auf dem Golfplatz:
"Birdie, Eagle und Albatros" aber auch "Bogey", "Par" und sogar das "Handicap"

Handicap: (das mit dem Federvieh kommt weiter unten!)

Eine Runde Golf wird gewöhnlich über 18 Löcher (Bahn) gespielt. Viele Golfplätze haben nur 9 Löcher, so das die Runde 2 mal gespielt werden muß. Für jedes Loch braucht ein Profigolfer (Pro) je nach Länge der Bahn  3-5 Schläge, dies wird Vorgabe oder auch Par genannt. Die Summe der Vorgabe (Par)  aller 18 Löcher ist meist 72 Schläge, da wie bereits erwähnt, die meisten Golfplätze je vier Par-3-Bahnen, vier Par-5-Bahnen und zehn Par-4-Bahnen aufweisen. Wer für die Runde 80 Schläge braucht, hat somit Handicap 8 (eigentlich -8), um auf das Par zu kommen. Wer für die Runde 98 Schläge braucht, hat demnach "Handicap 26". Auch ein Handicap 36 ist verdammt gut, denn es bedeutet im Schnitt nur 2 Schläge mehr pro Bahn als die Profis. Das offizielle Handicap erreicht man bei Golfturnieren.

Verschiedenstarke Golfspieler können aufgrund des Handicaps gegeneinander spielen. JHierfür wurde das Stableford Zählsystem entwickelt. Heute wird auch durch ein ausgeklügelteres System die Schwierigkeit des Golfplatzes berücksichtigt. Das Course Rating (CR) bezeichnet die Schlagzahl, die ein sehr guter Golfer im Durchschnitt für den Platz braucht. Der Slopewert gibt eine relative Steigerung der Schwierigkeit für schlechte Golfer an. Jeder Spieler hat eine Stammvorgabe, die seine Spielstärke ausdrückt, ähnlich dem einfachen Handicap. Mit Berücksichtigung des Course Rating und des Slopewertes wird für den zu spielenden Paltz eine Spielvorgabe berechnet. Wer eine Stammvorgabe von 15,2 hat, kann dann auf einen schwierigen Platz eine Spielvorgabe von 16 und einem leichteren Platz von 14 haben (das heisst, er darf 14 Schläge über die Par, dh die Spielvorgabe des Platzes benötigen). Alles klar?

Par:
"Par" ist die Abgekürzung von "professional average result" also die Vorgabe, mit wieviel Schlägen ein Golfprofi eine Bahn im Normalfall bewältigt. "Par 4" bedeutet also, das bei guter Spielweise 4 Schläge vom Abschlag bis zum Einlochen benötigt werden.  Eine "Par 3"-Bahn hat eine Länge von 100 bis 224 m, eine "Par-4" Bahn von 224 bis 434 m und eine "Par-5" Bahn misst mindestens 435 m.

"Bogey" oder "1 über Par" bedeutet einen Schlag mehr (also 5 Schläge für eine Par-4-Bahn) als das Par (Vorgabe) benötigt zu haben.

"2 über Par" bedeutet 2 Schäge mehr (6 Schläge bei Par 4) etc.

"Hole-in-one" oder "Ass/Ace" bedeutet mit einem Schlag vom Abschlag ins Loch zu treffen.
(die  Wahrscheinlichkeit liegt etwa bei 1: 45.000, beim Profi etwa bei 1 : 15.000). Wem dies glückt, der  muss gewohnheitsmäßig den Golfclub mit Sekt und Snack freihalten, was schon einige hundert oder tausend Euro kosten kann, vor allem wenn bei einem Turnier mehr als hundert Leute anwesend sind und der Club bei einem Hole-in- One  Champagner vorschreibt. Gegen dieses "Unglück" kann der Golfspieler sich versichern.

Jetzt zu den Vögeln:

"Birdie" ist ein Schlag weniger als Par; ein "Eagle" ist 2 Schlag weniger , ein "Albatros" (oder Am.="Double Eagle") ist 3 Schlag weniger als Par.

Merke: je größer der Vogel desto besser!, entspricht auch der Eignung zum Golfer !!! )
Merke aber: "Bogey" ist  "1 über Par", nur einen Vogel abschießen ist gut!

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Die Golfausrüstung

Caddy mit Schlägern


Schläger:
es gibt grob gesehen Eisen, Hölzer, Putter und Wedges

Eisen:
sind die Schläger für kurze und mittellange Golfschläge auf dem Fairway oder für Anfänger auch vom Abschlag. Gebräuchlich sind Eisen 3 bis 9. Eisen 1 und 2 werden benutzt, wenn der Spieler keine Hölzer benutzen möchte. Der Unterschied besteht in dem Neigungswinkel der Schlagfläche Loft.  Dieses  ist bei Eisen 3:  21°, Eisen 5: 27°, Eisen 7: 35° und bei Eisen 9 am schrägsten bei 44°.

Driving Matte, Loft
Dementsprechend fliegt der optimal getroffene Ball bei Eisen 9 steil nach oben in die Luft und bei Eisen 2 in einer flachen Kurve nach vorne. Für weite Schläge wird daher eher Eisen 3, für kurze eher Eisen 9 genommen. Der Vorteil hoher Schläge liegt darin, dass sie von oben kommend nicht mehr sehr weit rollen, was für kurze Entfernungen zum Loch, einem Wasserhindernis oder einer Biegung vorteilhaft ist. Übers Ziel hinausschießen ist, wie im Leben, auch im Golf ungünstig.

Mit Eisen 2 fliegt der Ball bei einem geübten Spieler so um die 150 bis 200m weit (gute Spieler über 200m) . Mit Eisen 9 dagegen schlägt man um die 70-100 m. Eisen 3-8 landen dementsprechend dazwischen.

Blades sind Eisen mit geschmiedeter Schlagfläche. Sie verzeihen keine Fehler, werden daher meist von guten Golfspieler benutzt, die genau treffen. Sie erhalten mehr Gefühl von diesen Schlägern.

"Flex" ist die Biegefähigkeit des Schafts,  Flex-6 ist hart und Flex-1 ist weich. Für Anfänger sollte der Schaft normale Flexibilität haben. Sehr gute Golfspieler hingegen spielen eher mit einem Eisenschaft, also mit hartem Flex.

"Offset" bedeutet, das das Schlägerblatt etwas hinter der Verlängerung der Schaftlinie steht, was für Anfänger eine Erleichterung bedeutet. Ein "Cavity Back Design" des Schlägerkopfes hat eine ausgeprägte Gewichtsverteilung zu den Rändern und der Sohle hin und sorgt für eine erhöhte Fehlertoleranz.

Holz:
sind  leichter und der Schaft ist länger als bei den "Eisen". Die Schlägerköpfe waren früher als Holz, daher der Name. Sie erreichen eine weite Länge, beanspruchen aber eine ausgefeiltere Technik, weswegen Anfänger besser Eisen vom Abschlag benutzen. Hölzer gibt es bis Nr. 9 ("Fairway-Hölzer"). Hölzer für den weiten Abschlag, der sog. Treib-Schläger, wird allgemein "Driver" genannt."Big Bertha" heißt ursprünglich die Driver- bzw. Hölzer-Serie der Firma Callaway (sogar Eisen nennen die jetzt so). Irgendwann wurde der Begriff Big Bertha inflationär gebraucht, meist ist aber der Driver Holz 1 gemeint. Als Einsteiger muss man nicht unbedingt ein Holz haben.

Putter:

Putter, Loch, Grün
sind die Schläger zum Einlochen auf dem Grün. Sie ähneln Minigolfschlägern und sind für die Feinmotorik ausgelegt. Gute Golfspieler benötigen in der Regel zwei Schläge pro Loch zum Einlochen. Sie sind eigentlich der wichtigste Schläger für sehr gute Golfspieler.

Wedges
sind Eisen mit extrem-geneigter Schlagfläche. werden für die kurzen Schläge rund ums Grün (unter 100 m) oder für schwierige Lagen (Bunker, Gräben, hohes Gras) benutzt. Es sind Eisen mit extrem-geneigter Schlagfläche. Gebräuchlich sind Pitching Wedge Loft 48° und  Sand Wedge Loft 56° (für Schläge aus dem Sandbunker).  Es gibt noch Gap Wedge: 52° und das Lob Wedge: 60° sind weniger gebräuchlich.

Der Schlag aus dem Sandbunker mit dem Sandwedge wird durch den Sand geschlagen. "Sandy" ist ein Schlag aus dem Bunker direkt ins Loch, ist aber sehr selten.

Hybrid Schläger
neue Entwicklungen zwischen Hölzern und Eisen


Welche Schläger brauche ich (mindestens) zum Golfspielen?
Ein vollständig neues Schlägerset kostet so ab 350 € aufwärts, kann auch wesentlich mehr dafür ausgeben. Die teuersten Marken sind Ping (vor allem Eisen), Callaway, folgend von King Cobra, Titleist und Mizuno.
Gebrauchte Schläger tun es für den Anfang aber auch und man braucht auch für den Anfang nicht alle Schläger.

Als "Rabbit" (Anfänger ) benötigt man nicht unbedingt Hölzer. Zum einen schlägt man nur mit Können mit den Hölzern weiter als mit den Eisen. Mit niedrigen Eisen (7,8,9) hat man eine bessere Schlagkontrolle. Ein weiter Abschlag ist zwar Klasse, aber nur wenn der Ball auf dem Fairway liegen bleibt. Die meisten Schläge verliert der Golfspieler, insbesondere der Anfänger nicht durch zu kurze, sondern durch zu ungenaue Schläge ins Rough (hohe Gras), Wasserhindernis oder ins Aus. Hinzu kommen  mangelnde Fertigkeiten beim Putten auf dem Grün.


14 Schläger (13 Schläger und einen Putter) darf der Golfspieler mit auf dem Golfplatz nehmen. Ein Anfänger mit einer solchen Komplettausstattung, womöglich noch mit "Big Bertha" bester Qualität, wird von den etwas mehr erfahrenen Golfspielern in der Regel belächelt. Also: bescheiden anfangen!!

Das Minimum an Schlägern ?

ein Eisen 9 oder 8 und ein Putter sind das absolute Minimum, um nur mal eine Runde Golf zu drehen. Für Schläge aus dem Bunker geht Eisen neun oder acht auch, besser ist aber ein Sandwedge. Bei drei Schlägern reicht Eisen 7 oder 6, Sandwedge und Putter.
Anfängern wird oft ein "Halfset" ausgeliehen mit Eisen 5, 7, 9, Sandwedge, Putter und einem Holz ( 3 oder 5 ).

Damenschläger sind etwas kürzer, sollen auch sonst der weiblichen Anatomie angepasster sein. Der Schaft ist etwas biegsamer (niedrige Flex) weil sie in der Tendenz nicht so schnell schwingen wie Männer. Zu manchen Männern passen aber Damenschlägern, während manche Damen nur mit Herrenschläger spielen. Herren Anfänger in Durchschnittsgröße können durchaus mit Damenschlägern anfangen.
Lieber zu kurz als zu lang.

Es gibt Schläger für Linkshänder. Die Shclägerköpfe sind andersrum am Schaft befestigt. Ich habe einen Rechtshänder gesehen, der lieber mit Linkshänderschlägern spielt. Ist wohl eine Ausnahme.

Welcher Schläger zu einem passt, ist wohl eine Wissenschaft für sich. Je teurer desto besser, gilt nicht so allgemein. Maßgebend ist die Körperanatomie und der Schwungstil, letzterer kann sich verändern. Das Optimum sind maßgeschneiderte Schläger. Hierbei wird der Körper vermessen und der Schwungstil durch Probeschläge im Golfladen per Computer anaylysiert. Anfänger kommen oft mit teuren Schläger nicht zurecht. Ein gebrauchtes Angängerset sollte daher erst mal reichen. Golfclubs bieten oft neue Anfängersets an, die sind recht brauchbar, aber die Begehrlichkeiten wachsen oft mit der Spielstärke.
 

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Bälle:
man unterscheidet zwischen ein-, zwei und dreischaligen Bällen. Einschalig sind die aus Gummi gepressten "Rangebälle" für das Üben des Abschlags auf der Driving Range. Oft ist es verboten, Rangebälle auf dem Platz zu benutzen. Es soll mit solchen Bällen auch nicht so das Gefühl für den Ball entwickelt werden. Zweischalige Spielbälle bestehen aus einem Kern aus Gummi oder Plastik und einer solchen Schale;  dreischalig dito, aber zusätzlich mit einer Wicklung aus Gummischnüren. Sehr hochwertigen Bälle haben zusätzlich eine "Balataschale", der den Effee besonders gut aufnimmt. Ist für den Anfänger absolut unwichtig.

Mit "Effee" ist die Eigenrotation des Balls gemeint. Beim normalen Golfschlag gibt es wegen des "Lofts" der Schläger
(Winkel) immer eine Rückwärtsrotation, den  "back spin" des Balls.

In den Anfängen des Golfspiels waren Bälle glatt. Als man dann aber merkte, das abgenutzte alte Bälle besser fliegen als die neuen, hat man künstlich kleine Vertiefungen "Dimples" in die Bälle geschlagen. Da Bälle mit unebener Oberfläche bessere Flugeigenschaften haben, sie fliegen weiter und sind besser zu dirigieren, werden heute nur Bälle mit Dimples produziert.

Bälle kosten so ab 0,50 €- aufwärts bis 5 €.

Die aufgedruckte Zahl auf den Bällen ist kein Qualitäts- oder Eigenschaftsanzeige des Balles. Die Zahl soll beim Spiel ein Vertauschen der Bälle zu vermeiden:  Spieler 1 schlägt den Ball mit der Aufschrift 1, der Spieler 2 mit der Aufschrift 2 und so weiter. Die Farbe des Nummern-Aufdrucks sagt bei manchen Bällen angeblich was über die Eigenschaft des Balls aus (weicher, härter). Die Nummer und Fabrikat soll man sich merken, am besten am Abschlag den Mitspielern sagen, damit man seinen Ball später sicher identifizieren kann.

Im Golfclub werden vom Greenkeeper ( der den Golfplatz wartet ) häufig günstig gebrauchte Golfbälle verkauft (an der Kasse fragen), die dieser gefunden hat. Einige Firmen ( zb. Lakeballs ) verkaufen übers Internet Golfbälle, die zuvor aus dem Teich gefischt worden sind.

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Technik des Schlagens (Rechtshänder) -grob vereinfacht-
es ist schon nicht einfach den Ball richtig zu treffen und geradeaus zu spielen. Wer das konstant beherrschaft ist schon ein guter Golfer.
Die Fähigkeit besonders weit schlagen zu können, spielt eher eine untergeordnete Rolle. Es ist meist einfacher einen weiteren langen Ball vom Fairway als einen zweiteren kürzeren Schlag aus dem Rough zu spielen.

Abschlag" oder auch "Weit Schlagen"
Man stellt sich breitbeinig, leicht vorgeneigt zum Ball. Man umgreife den Schläger ähnlich einem Baseballschläger, am besten lasse man sich den Griff  zeigen.

Dann wird der Schläger langsam zum Ball geführt ("Ansprechen"). Wichtig ist, das ein rechter Winkel zwischen Schläger, Ball und Schlagrichtung besteht. Man führt den Schläger im Halbkreis nach rechts oben, über den Kopf und zieht den Schläger mit Schwung zum Ball, durch den getroffenen Ball durch und führt den Schläger weiter nach vorne.

Der bessere Schlag ist:

  • eine harmonischer Durchschwung, der nicht beim Ball aufhört, sondern in Zielrichtung weitergeführt wird
  • immer schön den linken Arm gestreckt lassen, den Halbkreis zur Seite und nicht von hinten nach vorne
  • und immer auf den Ball am Boden gucken. Dem Ball erst hinterherschauen, wenn er längst weg ist.
  • auch sollte die Bewegung aus der Hüfte her kommen, die Schultern bleiben eher in der Waagerechten.
  • entscheidend für die Weite ist die Geschwindigkeit des Durchschwunges und nicht die Kraft des Schlages!
  • der Schläger soll mit Tempo nach unten in den Boden geführt werden, allerdings mit Wieterführung 1)
Chip:
als Chip bezeichnet man einen Annäherungsschlag vom Fairway zur Fahne. Beim Chip rollt der Ball - im Gegensatz zum Pitch - den größten Teil der zurückgelegten Distanz. Technisch wird das Chippen, wie der weite Schlag ausgeführt, jedoch mit kleinerem Schwung.

Pitchen:
Kurzer, hoher Annäherungs-Schlag in Richtung Fahne, so das der Ball möglichst wenig rollt.

Putten
erfordert wie jeder Golfschlag einen harmonischen Schwungrhythmus und nicht schnelle kurze Bewegungen. Der Schlägerkopf wird durch den Ball in Richtung des Ziels geführt.

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Rabbies, Platzreife, Pros und Caddies:
Anfänger "Rabbits" dürfen meisten nicht sogleich auf dem Platz, sondern dürfen nur auf der "Driving Range" üben.

Um auf Golfplätzen spielen zu dürfen, wird die "Platzreife" verlangt. Die erreicht man durch absolvieren eines Golfkurs (so um die 200 € aufwärts) und nach bestehen einer Prüfung. Wie beim Führerschein besteht diese aus einer theoretischen (Abfragen der Golfregeln und "Etikette" und einer praktischen Übung, bei der der Spieler eine bestimmte Schlagzahl für den Platz nicht überschreiten darf.
Gezählt wird nach Stableford (siehe unten). Es dürfen pro Bahn drei Schläger über par gespielt werden, bei schwierigen Bahnen gibt es manchmal einen Schlag mehr. Gezählt werden 9 Löcherin in Reihenfolge, hiervon die 6 besten Ergebnisse. Man muss 12 Punkte erreichen. Die Prüfung kostet 80 Euro und kann wiederholt werden (kostet erneut). Anders als beim Führerschein muss aber die Platzreife durch Mitgliedschaft in einem Club verwaltet werden, sonst geht sie verloren. Das hält natürlich Clubmitglieder und dient deren Einnahmesicherung, es gibt auch weniger Anfänger, die das Tempo der anderen Golfspieler verringern. Andererseits schreckt es Gelegenheitsgolfer vom Golfsport ab oder treibt sie auch die Plätze, bei der ein Nachweis der Platzreife nicht verlangt wird. 

Wichtig für Golfkursaspiranten:
Es muss irgendwie die Möglichkeit gegeben sein, auch ohne Golflehrer (pro) auf dem Platz zu üben. Das wird von Club zu Club unterschiedlich gehandhabt. Manche sind strikt dagegen, andere lassen Anfänger recht früh, manche später auf den Platz ,mit der Auflage andere durchzuwinken: Andere begrenzen Anfänger auf einige Tage, Tageszeiten oder bestimmte Löcher.
Wer nur auf die Zeiten mit dem Golfkurs beschränkt ist, der womöglich nur einmal die Woche ist, selber dann oft verhindert ist, der kommt mangels Übung eine Saison lang erst mal gar nicht auf den Platz., wenn er die Platzreife überhaupt schafft. Naturtalente ausgenommen. Das Schlagen nur von der Driving Ranch macht zudem nach einiger Zeit auch weniger Spass.

Auf ganz wenigen Golfplätzen wird - wie auf vielen Plätzen in den USA oder Schottland- nur die Bezahlung des Greenfees verlangt.

Berufsgolfer heissen "Pro" (Abk. für Professional), womit sowohl Golflehrer ("Teaching Pro") als auch Berufsspieler ("Playing Pro") gemeint sind.

Einen "Caddie", der einem die Golfschläger trägt und berät, braucht der Anfänger wohl nicht. Für Berufsspieler sind "Caddies" vor allem Berater bei Wettkämpfen, sie haben eine Bedeutung entsprechend dem Fußballtrainer beim Fussball.

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Verhalten auf dem Golfplatz

Etikette
regelt die Verhaltensregeln auf dem Golfplatz. Werden nicht mit Strafschlägen bestraft, aber man wird aus dem Turnier oder vom Platz gestellt.

das Wichtigste: immer aufpassen, das sich niemand  in Schlagrichtung oder seitlich befindet, der durch einen fliegenden Golfball verletzt werden könnte. Querschläger kommen vor und sind einkalkulieren. Wenn sich auf dem Grün auf einer Par 3 Bahn Leute befinden, dürfen auch Anfänger nicht abschlagen, die in der Regel nicht so weit schlagen.

"Fore" ist der international geltende Warnruf beim Golf!

das zweit Wichtigste: den Platz zu schonen

das dritt Wichtigste: fair zu spielen. Hierzu gehört es andere nicht warten zu lassen, das Spieltempo ist zu erhöhen, um Staus auf dem Platz zu vermeiden.

Die Ettikette regelt z.B. auch das "Vorrecht". Zwei Spieler (= Zweiballspiel) dürfen beim nächsten Loch Dreiballspiele überholen,  Dreiballspiele haben Vorrang vor Vierballspiele etc., aber Einzelspieler müssen jedes Spiel vorbeilassen. Einverständliches Vorlassen ist aber erlaubt und sollte bei Anlaß gewährt werden (z.B Anfänger, die länger brauchen gegenüber besseren Spielern)

Strafschläge

die Verletzung von Golfregeln wird mit bei Lochspiel mit Lochverlust (der andere gewinnt Loch 10) oder bei Zählspiel (siehe oben) mit 2 Strafschlägen bestraft. Man bekommt dann anstatt 6 Schlägen fürs Loch 8 Schläge angerechnet.
Alle Golfregeln zusammen füllen einen dicken Wälzer und sind umfangreicher als die Strassenverkehrsordnung.

Golferische Unfähigkeit wie Ball ins Aus, Ballverlust, Ball wird für unspielbar erklärt, Schlag ins Wasserhindernis  werden mit einem Strafschlag bestraft.

Bei Ball ins Aus und Ballverlust muss man zurück an die Stelle, von der man gespielt hatte. Wenn der Ball ins Wasserhindernis gespielt wird, darf man (grob gesagt) den Ball vors Hindernis legen, da wo er das Wasserhindernis zuletzt kreuzte und weiterspielen (1 Strafschlag zusätzlich). Es gilt die immer die Regel "nie näher zur Fahne"

Wer einen Ball verschießt und nicht sicher ist, ob er ihn wiederfindet, kann einen zweiten provisorischen Ball spielen. Wenn man den Ball dann anschließend nicht findet, darf mit dem provisorischen Ball weitergespielt werden (ein Strafschlag wird berechnet) und muß nicht zum Abschlag zurücklaufen. Wer den Ball aber findet, muss ihn auch spielen, Pech,  wenn er ungünstig liegt.  Verloren ist ein Ball, der nach fünf Minuten nicht wiedergefunden wird, das Spielen eines anderen Balles oder das Spielen eines provisorischen Balles, der zum Spielball wird.Jemand der einen verlorenen Ball findet, darf ihn behalten, auch wenn er markiert ist.
 


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Das Spiel
  • Lochspiel: es  zählen die gewonne Löcher, d.h wer am wenigsten Schläge brauch,t gewinnt das Loch
  • Zählspiel es werden alle Schläge aller Löcher addiert
  • Stableford hier gilt die Abweichung von der Vorgabe. Handycap 27 bekommt 2 Schläge mehr pro Bahn und für die neun schwierigsten Löcher ein Schlag zusätzlich. Für einen schwierigen Golfplatz mag es noch extra Schläge geben. Schafft der Spieler seine Vorgabe 6  für eine einfache Par 4 Bahn, indem er in 6 Schlägen einlocht, bekommt er 2 Punkte. Mit 7 Schlägen erhält er  noch einen Punkt, mit 8 Schlägen und mehr keinen Punkt mehr. Spielt er ein Schlag besser als die Vorgabe (5 Schläge) erhält er 3 Punkte, 2 Schläge besser 4 Punkte etc. Unterschiedlich gute Golfspieler können so ernsthaft gegeneinander spielen.
Es können auch Teams "Flights/Groups" gebildet werden, bei denen der Ball abwechselnd von mehreren Spielern gespielt werden.

Die Ergebnisse werden auf der "Scorekarte" aufgezeichnet. Diese erhält man beim Erwerb des Greenfees. Meist sind auch drauf verzeichnte, wie landg die Löcher sind, welches Par sie haben und welche Schwierigkeitstufe von 1 bis 18 sie haben.

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Golfclub:
Der älteste Golfclub ist der 1754 gegründete schottische Golfclub St Andrews. Dieser bestimmt noch heute mit dem amerikanischen Golfverband die Regeln des Sports.

Die Mitgliedschaft in einem Golfclub ist ein teurer Spaß. Entweder muss mit einer Jahresgebühr von über 1000 Euro oder mit einer hohen Aufnahmegebühr (ab 5.000 € aufwärts) und einer mäßigen Mitgliedsgebühr von jährlich (300 € aufwärts) gerechnet werden. Dafür darf man immer umsonst spielen. Auf clubfremden Plätzen wird jedoch eine Gebühr "Greenfee" von etwa ab 25 -50 € pro Person verlangt.
Die Pflege des Golfplatzes ist aber auch nicht gerade billig. Manche Klubs bieten ein Schnupperjahr mit reduzierter Gebühr an.

Studenten und Schüler erhalten oft eine starke Ermäßigung.

Auf clubfremden Plätzen, auch im Ausland, wird häufig der Nachweis eines bestimmtes Handicaps verlangt. Golfclubs sollen regelmässig aber nicht pingelig sein, ein benötigtes, aber nicht vorhandenes höheres Handicap zu bestätigen. Das ist auch bei Belegung mancher Hotelanlagen verhandelbar.

Es gibt Vereine golfplatzloser Mitglieder, bei der nur eine geringere Jahresgebühr fällig ist. Dafür zahlt man aber neben dem Greenfee von ca. 25 € oft noch 10 bis 20 € extra Gebühr pro Person, wenn man überhaupt auf dem Platz gelassen wird.

In den USA ist Golf Volkssport. Mehr als 25 Millionen Menschen sollen dort Golf spielen. Die Verhältnisse sind dort auch nicht so elitär wie in Deutschland oder sonstwo. Es gibt unzählige öffentliche Golfplätze bei denen man manchmal je nach Zeit manchmal nur 10 Dollar bezahlt und wie bei uns im Schwimmbad ohne weiteren Nachweis auf den Platz darf. Ähnliche Plätze gibt es auch in Schottland oder Irland, sehr vereinzelt gibt es solche Plätze bereits auch in Deutschland.

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Umweltaspekt:
Golfplätze verbrauchen viel Gelände. Das hartgewalzte Grün ist für Lebewesen ähnlich lebensfeindlich wie eine Betonfläche. Grüns benötigen aber nur einen sehr kleinen Prozentsatz der Golffläche. Auch die kurz geschorenen Fairways sind keine Biotope. Rings um die Fairways und den Grüns bemühen sich Golfclubs aber zunehmend Biotope zu schaffen, um den Vorwurf der Naturzerstörung zu entkräften. Sicherlich gehören Golfplätze nicht in Naturschutzgebiete, eigentlich auch nicht in Trockengebiete, wo Golfplätze intensiv gewässert werden müssen. Die häufig gehörte generelle Kritik von Umweltschützern an Golfplätze ist aber oft übertrieben, der Neidfaktor auf den Sport der Reichen spielt da unterschwellig  eine Rolle. Golfplätze dürften jedenfalls ökologischer wertvoller als Maisfelder sein. Anderseits gibt es auch Auswüchse die nicht tolerierbar sind, wie in der Türkei, wo mitunter ökologisch wertvolle Wälder abgeholzt werden, um dort Golfsport für Touristen  zu etablieren.

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