Chitwan Nationalpark

 

Der Chitwan Nationalpark mit seinem tropischen Klima liegt im Tiefland des Terai auf einer Höhe von nur 150 Metern und er ist nur etwa 150 km von Kathmandu oder Pokhara entfernt. Das Annapurna-Massiv ist nur etwas mehr als 100 km Luftlinie entfernt.

Die Attraktion des Parks sind die Panzernashörner, die im Schilf von Führern aufgestöbert werden, Sumpfkrokodile sowie die Ausritte mit den Elefanten.
 
 

Anreise

Ausgangspunkt in den Park (wer nicht eines der teuren Lodges im parkt gebucht hat) ist Sauraha, welches etwa 7 Kilometer südlich der Mahendra Highway von Kathmandu (nach Bharatpur oder von Mugling) kommend liegt.  Zahlreiche Touristenbusse ( 200 Rs ) fahren morgens von Kathmandu oder Pokhara in etwa 5 Stunden zum Chitwan Nationalpark.  Es ist auch durchaus möglich mit dem normalen Bus zu fahren und in "Tadi Bazaar" auszusteigen. Mich hatte man am alten Busbahnhof in Pokhara zugleich in einen Bus nach "Tadi Bazaar" verfrachtet, als ich Chitwan erwähnte. In "Tadi Bazaar" warteten Taxis für die Fahrt nach Sauraha, je nach Wasserführung muss aber zu Fuss ein Flußbett überquert werden. Notfalls dauert der Fussmarsch etwa 1 Stunde.

Unterkunft

In Sauhara warteten zahlreiche Unterkünfte zum Preis von  2-7 Euro auf seine Gäste. Auch hier waren Ende November die Kapazitäten nur zum Bruchteil ausgebucht.

Schön ist eine Lodge direkt am Fluss gelegen. Gegenüber dem Fluss liegt der Nationalpark, schön bei Sonnenuntergang.
 

Unternehmungen



Die Eintrittsgebühr für den Nationalpark beträgt etwa 8 Euro am Tag (500 Rs), der Elefantenritt am nächsten morgen ist damit auch bezahlt. Das Betreten des Nationalparks ist nur mit Führer gestattet. Es werden mehrere Touren angeboten. Alle Touren beginnen mit einer etwa halbstündigen Floßfahrt. Auf den Sandbänken des Flusses sind mit Glück Krokodile zu beobachten.

........... click on picture to enlarge
 
Die Halbtagestour geht anschliessend durch Schilf, in der Hoffnung Nashörner aufzuspüren. Die beste Zeit hierzu ist das späte Frühjahr nachdem die einheimische Bevölkerung das Gras für Viehfutter und Dachbau hat schneiden dürfen.

Vorher erfolgt die Belehrung, das Nashörner zwar selten, aber manchmal doch angreifen. Man klettere schnell auf einen Baum oder verstecke sich hinter einem dicken Baum, damit das Nashorn einen nicht sieht.  Vom Baum aus kann man dann hervorragende Photos machen.  Da Nashörner schlecht sehen, hilft auch Zickzackrennen. Einfach weglaufen ist aber gefährlich, da Nashörner schneller als Menschen sind. Die Führer können auch nicht helfen, man geht also auf eigenes Risiko weiter. Da wurde mit manchmal schon ein wenig mulmig, wenn ich mir vorstellte, das aus dem Schilfgras plötzlich ein Nashorn angetrabt kommt. In der Grasschneidesaison im Winter kommt es auch immer wieder zu tödlichen Unfällen bei den Einheimischen, meist durch Vorfälle mit Nashörnern.

Im Park gibt es auch kleine Blutegel, die es oft schaffen, irgendwie sich an einem festzusaugen. Vollkommen harmlos, am besten warten bis sie sich vollgesogen haben und wieder abfallen.

Bei einem Halbtagestour könnte am Nachmittag ein Elefantenritt unternommen werden. Die Ganztagesstour sucht weiter nach Nashörnern im Schilfgras, es werden zudem weitere Krokodile an einem Seitenfluss gesucht. Wir fand auch welche, die sich faul in der Sonne rekelten. Deutsche Kost vermochte sie trotz Annäherung auf zwei Metern  nicht in ihrer Ruhe stören. Sie wissen gar nicht, was für einen "Leckerbissen" ihnen da entgangen ist.
Affen näherten sich neugierig der Gruppe, riesige Vögel sowie Rehe waren zu entdecken. Nur keine Nashörner für mich.

.    ... .... click on picture to enlarge


Die Ganztagestour kam etwa 10 Euro, die Halbtagestour war unwesentlich billiger. Es sind auch zwei oder drei Tagestouren mit Übernachten am Rande des Parks buchbar.

Am nächsten Tag stand ein Elefantenritt für 10 Euro auf dem Programm. Auch hier wird wieder versucht Nashörner aufzustöbern, aber leider Fehlanzeige. Ich schätze die Wahrscheinlichkeit etwa 50:50 ein, Nashörner zu sehen. Die mit und ohne Glück hielten sich die Waage.

.... click on picture to enlarge


Der Chitwan Nationalpark ist auch Heimat des "Bengaltigers", das nachtaktive Tier ist aber tagsüber nur sehr selten zu sehen.
Es kommt nur etwa einmal im Jahr vor, das er mit einer Gruppe einen Tiger zu sehen bekommt, mußte mein Führer auf Nachfrage zugeben. Eher bekommt man einen Leoparden zu sehen, das ist aber auch selten. Ansonsten gibt es noch Bären, viele Vogel- , Schmetterlings- und Schlangenarten sowie anderes Getier.

Die Zahl der Nashörner beträgt etwa 600, wegen der Wilddieberei nimmt die Zahl eher ab als zu, geriebenes Nashornpulver gilt in Südostasien - zu Unrecht- als Aphrodisakum oder als fiebersenkendes Mittel.